Medizinische Massage

Was ist Medizinische Massage?

Die medizinische Massage ist nicht eine Therapieform.

„Medizinischer Masseur" ist ein Beruf mit eidgenössischem Fachausweis und der Begriff „medizinische Massage" zeigt die eindeutige Unterscheidung zur Wohlfühlmassage. Als medizinischer Masseur darf ich, aufgrund der vertieften Ausbildung in den medizinischen Grundlagen, Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen und Problemen behandeln.

Bei der medizinischen Massage werden meistens mehrere angemessene Therapieformen zur gezielten Behandlung der vorhandenen Beschwerden kombiniert, entsprechend der jeweiligen Symptomatik. Oft kommt es schon während der ersten Sitzung zu einer Verbesserung der Symptomatik. Normalerweise jedoch sollte sich innerhalb von 3 bis 6 Therapiesitzungen bei akuten Beschwerden eine Besserung einstellen. Wenn dies nicht der Fall ist, schicke ich meine Klienten in der Regel weiter.

Ich schöpfe aus meinem gesamten Repertoire und wähle all jene Behandlungstechniken aus, die für die aktuelle Beschwerdesituation geeignet sind und passe diese individuell an den Patienten an.

Zur Anwendung kommen Klassische Massage, Bindegewebsmassage, Fussreflexzonenmassage, Lymphdrainage sowie mehrere weitere Techniken welche ich mir im Lauf der Jahre angeeignet habe.

Die medizinische Massage hilft bei Problemen am Haltungs- und Bewegungsapparat wie zum Beispiel Verklebungen von Faszien, Muskelverspannungen, sowie Verkürzungen von Bindegewebe und Muskulatur. Auch bei organischen Dysfunktionen wie zum Beispiel Verdauungsproblemen oder Menstruationsbeschwerden kann die medizinische Massage angewandt werden. Komplexe Schmerzsituationen wie beispielsweise Nackenschmerzen und Migräne, Nacken-Schulter-Arm-Syndrom, Rückenschmerzen oder Lumboischialgie werden ebenfalls behandelt. Bei offenen Wunden, schweren Herz- und Kreislauferkrankungen, akuten Entzündungen oder Fieber soll die Massage nicht durchgeführt werden.

Massage verbessert Durchblutung und Stoffwechsel im Muskel, im Bindegewebe und in Faszien. Dadurch werden Verspannungen und Verklebungen gelöst und das muskuläre Gleichgewicht wieder hergestellt und die Produktion von Gelenksflüssigkeit angeregt. Ein weiterer positiver Aspekt: Massage erhöht die Durchblutung der Haut.

So können über komplexe Nervenreflexbögen sogar Organe positiv beeinflusst werden (Reflektorische Massage). Ausserdem wird der venöse Rückfluss unterstützt und der Lymphfluss angeregt. Durch Senkung von Herzrhythmus und Blutdruck, Atemfrequenz, Spannung der Muskulatur sowie Körpertemperatur stellt sich eine allgemeine psychische Entspannung ein.

Was ist Schmerz und Bewegungseinschränkung?

Schmerzen können als Signal eines gestörten körperlichen Gesamtgleichgewichts sowie einer gestörten Bewegungsgeometrie betrachtet werden. Meistens sind Schmerzen von Bewegungseinschränkungen begleitet. Bewegungseinschränkungen können aber auch ohne Schmerzen auftreten und sollten nach denselben Prinzipien untersucht werden.

Sehr viele Schmerzgeschehnisse, Bewegungseinschränkungen und degenerative Veränderungen entstehen aufgrund funktioneller Fehl- und Überbelastung, wegen Bewegungsarmut oder psychischer Belastung (Natürlich gibt es auch noch viele weitere Gründe, die hier nicht aufgelistet sind).

Anamnese, Befund und Ablauf der Behandlung

Wenn du das erste Mal zu mir kommst, mache ich vor der Behandlung eine ausführliche Anamnese, das heisst: Wir führen ein Gespräch darüber, wie du dich fühlst, über deine aktuellen Probleme und deine Krankheitsgeschichte. Auch der familiäre und berufliche Hintergrund sind wichtig. Jede Information, die ich kenne, kann aufschlussreich und ausschlaggebend für den Ablauf der Behandlung und die Auswahl der Therapiemethoden sein (auch in den Folgebehandlungen beginnt die Therapiesitzung stets mit einer kurzen Anamnese).

Nach dem Gespräch kommt es zu einer körperlichen Untersuchung: Zuerst erfolgt ein Sichtbefund, wenn nötig. Hingegen immer wird ein aktives Bewegen lassen (vom Patienten) durchgeführt, das heisst, du bewegst und ich schaue zu. Wie gross ist das Bewegungsausmass, ist es eingeschränkt oder verursacht eine bestimmte Bewegung Schmerzen? Weichst du aus bei der Bewegung etc. Dann das passive Bewegen durch mich, das heisst, du machst nichts und lässt mich die Bewegung ausführen, damit ich fühlen und sehen kann, wie dein Körper reagiert. Das beinhaltet zum Beispiel das Nachdrücken am Ende der Bewegung: Wie ist der Stopp am Bewegungsende der Bewegung; hart oder weich? Dies gibt bereits sehr viel Aufschluss auf das Geschehen; ist es Muskulär oder eine Gelenkblockade? Dann folgt der Tastbefund. All diese Untersuchungen geben dann Aufschluss auf mögliche Gründe für das aktuelle Leiden. Verschiedenste Faktoren führen zu Bewegungseinschränkungen und Schmerzen:

Fussdeformitäten, Beinlängendifferenzen, Beckenschiefstände, Wirbelsäulenverkrümmungen, Fehlstellungen des Schultergürtels oder der Halswirbelsäule, insbesondere des 1. oder 2. Halswirbels (Atlas und Axis) führen zu ganzkörperlichen Beschwerden. Schräge Kopfhaltungen, einseitige Gewichtsverteilung auf die beiden Füsse und viele weitere Merkmale geben mir Aufschluss über das Gesamtgleichgewicht deines Körpers. Hinzu kommen die Einschränkungen der Beweglichkeit, welche aktiv und passiv ausgetestet werden.

Je nach Befund wähle ich die am besten geeignete Therapiemethode und den nötigen Kombinationen mit anderen Techniken. Wenn nötig gebe ich abgestimmte Übungen als Hausaufgabe mit nach Hause. In der Regel sind die Behandlungen mit meinen Methoden entspannend, manchmal etwas schmerzhaft, aber niemals über deine Schmerzschwelle hinaus. Therapeutische Wirkungen zeigen sich in der Regel bereits während der ersten Behandlung oder ein bis zwei Tage danach.

Wenn du das nächste Mal kommst, wird die erfolgte Reaktion nach der letzten Behandlung und das heutige Befinden besprochen. Wie hat sich die Situation verändert? Je nach dem behandle ich im gleichen Stil weiter oder passe die Technik der neuen Situation an und wähle dementsprechend eine andere Vorgehensweise.

Für welche Erkrankungen sind die Therapiemethoden geeignet?

Erkrankungen des gesamten Bereichs "Bewegungsapparat":

Mit Muskeln, Sehnen, Gelenken, Bändern, Kapseln, z.B.: Nacken - und Rückenschmerzen, Lumboischialgie ("Hexenschuss"), Bandscheibenvorfall, Hüftschmerzen, Kniefunktionsstörungen, Sprunggelenkschmerzen, Achillessehnenbeschwerden, Schleudertrauma, Schulter-Arm-Syndrom, Tennisellenbogen, Handgelenks-, Fingerschmerzen, Funktionelle Gelenkblockaden, Chronische Schmerzen, Fibromyalgie, Arthrose, etc.

Funktionelle Organstörungen, z.B.:

Durchblutungsstörungen, funktionelle Atembeschwerden, Wassereinlagerungen (Ödeme), Verdauungsstörungen, Menstruationsbeschwerden, etc.

Über die Verbindung der Kopfgelenke mit Auge, Ohr und Kiefer, z.B.:

Migräne / Kopfschmerz / Schwindel, Tinnitus, Gesichtsschmerz, Kiefergelenkstörungen, etc.

Psychotraumatische od. psychosoziale Belastungen, z.B.:

Angst (mit Verspannungszuständen nach Unfall / Überfall / Gewalt oder ohne bestimmten Grund), chronisch emotionale Belastung, Stress, Schlafstörungen, etc.

Methoden der medizinischen Massage

Klassische Massage

Die Muskeln werden im Verlauf der Muskelschlingen und Muskelketten, in Anbetracht ihrer Funktion, bearbeitet.

Bei der klassischen Massage werden durch Streichungen, Knetungen oder Druckpunktstimulation die Durchblutung angeregt, die Muskulatur gedehnt und Schlackenstoffe abtransportiert.

Gelenke werden sanft bewegt und mobilisiert. Dadurch können Verspannungen, Verhärtungen und Blockaden des Bewegungsapparates verringert oder gar aufgelöst werden und auch die dadurch entstandenen Schmerzen.

Die Massage (vom Französischen masser „massieren" und aus den Arabischen مس (mas) „berühren; betasten" oder aus dem Griechischen μάσσω „kauen, kneten") dient zur mechanischen Beeinflussung von Haut, Bindegewebe und Muskulatur durch Dehnungs-, Zug- und Druckreiz. Die Wirkung der Massage erstreckt sich von der behandelten Stelle des Körpers über den gesamten Organismus und schließt auch die Psyche mit ein. Die klassische Massage ist die am häufigsten angewendete Form der Massage und wird überwiegend zur Behandlung von Erkrankungen des Bewegungsapparats eingesetzt. In der ganzen Welt ist Massieren eine der ältesten Behandlungsmethoden. In China, im Jahr 2600 v. Chr. wurden bereits Massagegriffe in Manuskripten überliefert, und auch in der indischen Heilkunst sind früher Beschreibungen von Heil-Massagen mit ätherischen Ölen und Kräutern bekannt.

Für die westliche Welt verbreiteten Techniken der Massage gilt der schwedische Masseur Pehr Henrik Ling (1776 – 1839) als Pionier, deshalb wird die klassische Massage oft auch als schwedische Massage bezeichnet. Pehr Ling war zunächst als Gymnastik- und Fechtlehrer tätig und gründete später im Jahre 1813 das „Zentralinstitut für Heilgymnastik und Massage" in Stockholm, wo er seine Auffassungen von Massage und Gymnastik lehrte. Die von ihm entwickelten Handgriffe wurden als „Reiben, Drücken, Walken, Hacken und Kneipen" bezeichnet.

Ebenfalls maßgeblich beteiligt an der Weiterentwicklung der klassischen Massage war der holländische Arzt Johann Georg Mezger (1838–1909). Durch seine Arbeit in Amsterdam wurde der Massage das Tor zur Wissenschaft und zur Medizin geöffnet. Ihre Wirkung konnte von da an nicht mehr geleugnet werden.

Gegen Ende des zwanzigsten Jahrhunderts entstanden viele andere Massageformen wie Reflexzonenmassage, Bindegewebsmassage oder Lymphdrainage.

Die klassische Massage ist mittlerweile die am häufigsten angewendete manuelle Therapieform.

Klassische Massage

Reflektorische Massagen

Reflektorische Massagen

Fußreflexzonenmassage

Die Fussreflexzonenmassage und Bindegewebsmassage wirken reflektorisch.

Über das Nervensystem kann Einfluss auf den ganzen Körper genommen werden, auf den Bewegungsapparat sowie auch auf die inneren Organe. Das Vegetative Nervensystem wird angeregt und der Körper kommt in Ausgleich. Zum Beispiel bei Verdauungs- und Menstruationsbeschwerden kann Fussreflexzonen- und Bindegewebsmassage Linderung verschaffen oder unter anderem bei Schlafstörungen, Reizdarm und Stress. In der Fußreflexzonenmassage nach William Fitzgerald, einem amerikanischen Hals-Nasen-Ohren-Arzt, ist der Fuß von größter Bedeutung, da er die Darstellung des Körpers in Miniatur darstellt.

Er entwickelte ein System, in dem er den Körper, auf die Füsse projizierte und in zehn senkrechte Zonen einteilte. Dieses Konzept und die von ihm entwickelte Zonentherapie waren 1917 der Grundstein für die heutige Fussreflexzonenmassage. Tatsächlich hat jede Körperzone, jedes Organ oder jede Drüse ihre Entsprechung am Fuß. Wir sprechen hierbei von "Reflexzonen". Die Anwendung von Druck auf einige dieser Zonen ermöglicht es also, Verspannungen zu lokalisieren und das Gleichgewicht des entsprechenden Körperteils wiederherzustellen. Dank der Reize, die durch Druck auf die Haut gesendet werden, wird das Nervensystem stimuliert und aktiviert bestimmte physiologische Reaktionen, die motorischer, drüsen- oder viszeraler Natur sein können. Wissenschaftlich konnte nicht bestätigt werden, warum die Methode funktioniert, da keine direkten neuralen Verbindungen zwischen den Reflexpunkten an den Füssen und den entfernten Körperstrukturen bestehen, aber dass die Methode funktioniert, konnte in zahlreichen Tests bestätigt.

Die Bindegewebsmassage ist eine Form der Reflexzonenmassage, die speziell auf das subkutane Bindegewebe abzielt. Es ist eine Massageform, die eher schmerzvoll empfunden wird, da durch die tiefe Zug-Druck-Bewegung im Bindegewebe ein ziehender Schmerz entsteht. Ein Austausch über das Wohlbefinden findet aber ständig statt. Während der Behandlung zeigt sich ein helles, klares Schneidegefühl in dem behandelten Gewebsbereich. Dabei gilt: Je höher die Gewebsspannung, desto größer das Schneidegefühl. Ausserdem kommt es oft zu einer temporären Quaddelbildung (Rote Flecken oder Aufquellungen der Haut, die aber nach Stunden wieder verschwinden). Über den kuti-viszeralen und kuti-kutanen Reflexbogen erfolgt eine Tonusnormalisierung sowohl der Bindegewebsspannung, als auch der inneren Organe, der Muskulatur, Nerven und Gefäße.

Ursprünglich wurde die Technik der Bindegewebsmassage in den 1920er Jahren von Elisabeth Dicke (1884-1952), einer selber erkrankten Turnerin deutscher Nationalität, entwickelt, indem sie an sich selbst herumexperimentierte und schliesslich beschwerdefrei wurde dank ihrer Selbstmassage. E. Dicke hatte schwere Durchblutungsstörung des rechten Beines, vermutlich handelte es sich um eine periphere arterielle Verschlusskrankheit. Die Erkrankung war so weit fortgeschritten, dass die Fusspulse nicht mehr tastbar waren und von den Ärzten sogar zur Amputation des rechten Beines geraten wurde. Hinzu kamen quälende Rückenschmerzen, bedingt durch die langen Liegezeiten. E. Dicke schmerzten in dieser Zeit im Bereich des Kreuzbeines und des Beckenkammes Gewebeveränderungen. Im Seitenvergleich erschien ihr das Gewebe auf der rechten Seite dichter und empfindlicher. Sie versuchte, diese Gebiete mit streichenden und ziehenden Bewegungen zu lockern, was mit starken schneidenden Schmerzen verbunden war. Als positiver "Nebeneffekt" lösten sich jedoch die Spannungen. Ein zunehmendes Wärmegefühl verbunden mit einer deutlichen Besserung der Symptome stellte sich ein. Nach drei Monaten kam es schließlich zur vollständigen Wiederherstellung des rechten Beines. Daraufhin erschuf sie ein Behandlungskonzept, welches sich in den kommenden Jahren ständig weiterentwickelte.

Hede Teirich-Leube (1903 -1979) war eine deutsche Krankengymnastin und Ärztin, die maßgeblich an der Entwicklung der Methode der Bindegewebsmassage mitgewirkt hat, jedoch zu Beginn unabhängig von Elisabeth Dicke. Später stiessen Dicke und Teirich-Leube aufeinander und gaben das gemeinsame Werk «Massage reflektorischer Zonen im Bindegewebe bei rheumatischen und inneren Erkrankungen» heraus.

Die Bindegewebsmassage ist eine Reflextherapie, die die Funktionen des Körpers ausgleicht, indem das neuro-vegetative System durch muskulo-viszerale Stimuli stimuliert wird. Aufgrund dieser Nervenverbindungen: Wenn ein Organ erkrankt, kommt es auch in der entsprechenden Reflexzone zu einer Transformation. Diese Veränderungen können auch im subkutanen Bindegewebe auftreten. Diese Art der Massage behandelt auch tiefer im Körper liegende Organe und wirkt positiv auf die Stellen, die mit den behandelten Reflexzonen in Verbindung stehen. Die Bindegewebsmassage induziert Wirkungen lokal und auf Distanz, ein bis zwei Stunden nach der Sitzung und noch später.

In erster Linie wird auf dem Rücken gearbeitet, aber auch Nacken, Arme und Beine können mit der Bindegewebsmassage behandelt werden.

Bindegewebsmassage

Manuelle Lymphdrainage

Mit einer speziellen aber äusserst sanften Massagetechnik, der Manuellen Lymphdrainage nach Dr. Vodder, wird der Abtransport von Wasseransammlungen im Gewebe (Ödeme) unterstützt. Oft ist dies nötig nach Operationen oder bei Wassereinlagerungen in den Beinen, z.B. während der Schwangerschaft oder aufgrund einer Erkrankung des Lymphsystems. Auch nach Ästhetischer Chirurgie (Schönheitsoperationen) ist Manuelle Lymphdrainage sehr förderlich für eine raschere Genesung.

Nach Brustvergrösserungen, Bauchverkleinerungen resp. Fettabsaugung, etc. entstehen oft kurz nach dem operativen Eingriff Wassereinlagerungen, welche zusätzliche Schmerzen verursachen. Ein schnellerer Abtransport der überschüssigen Lymphflüssigkeit beschleunigt die Heilung und verringert die Schmerzen.

Manuelle Lymphdrainage

Ergänzende Therapie-Techniken

Myoreflextherapie nach Dr. Kurt Mosetter

Bei der Myoreflextherapie werden vorwiegend Muskelansätze behandelt. Nach einem Funktions- und Tastbefund wird über Druckpunktstimulation an bestimmten Reflexpunkten der Muskulatur ein Reiz gesetzt. Dieser wird an das Gehirn weitergeleitet. Von dort aus wird das Spannungsmuster der jeweiligen Muskulatur reflektorisch reguliert.

Verändern sich die muskulären Arbeits- und Bewegungsmuster, können die Beschwerdebilder abklingen. Gelenke, Sehnen, Schleimbeutel, Knorpel, Nerven und Blutgefässe werden entlastet, da die verringerte Spannung der Muskultur für alle Weichteilstrukturen mehr Raum schafft.

Bei der Myoreflextherapie handelt es sich um eine manuelle neuromuskuläre Regulationstherapie. Sie verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse der Hochschulmedizin mit bewährten Erfahrungen aus der manuellen Medizin und der Lehre von den Muskel-Meridianen. Mit der Erweiterung des Blickwinkels der Physik und Biokinematik entstand ein effizientes Behandlungskonzept für eine Vielzahl von Schmerzzuständen im Zusammenspiel von Nerv-Muskel-Gelenk- und Knochen-Struktur.

Viele Schmerzen und Einschränkungen der Bewegung entstehen aus Fehlbewegungen und einseitigen Körperhaltungen heraus. Die Folge sind muskuläre Dysbalancen des Körpers. Schmerz stellt hier ein sinnvolles Warnsignal dar. Heilt die Ursache eines Schmerzes jedoch nicht aus, kann er sich zu einem chronischen Leiden entwickeln. Weitere Folgen können Irritationen des Herz-Kreislauf-Systems, Schwindel, Tinnitus, Sehstörungen sowie funktionelle Irritationen der Organe und Störungen des Stoffwechsels sein.

Die muskulären Behandlungspunkte und Behandlungslinien lassen sich über funktionelle Gesetzmässigkeiten der Bewegung und die individuelle Entstehungsgeschichte der körperlichen Beschwerden zielgerichtet ableiten. So wird eine nachhaltige Schmerzreduktion auch in schweren Fällen möglich.

Die Myoreflextherapie bietet hier ein sehr effizientes Präventions- und Behandlungskonzept. Auch im Breiten- und Profisport zeigt dies grosse Erfolge. Auch psychosoziale Belastungen und psychotraumatischer Stress können über den «körperlichen Flügel» deutlich entlastet und reguliert werden. Weitere Informationen findest du unter www.myoreflex.de

Myoreflextherapie

Atlas richten in der Myoreflextherapie: Multisensorisch –Crossmodal

Der Atlas ist unser Kopfträger, er ist nicht zu vernachlässigen bei Haltungsproblemen, bei Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrationsstörungen etc.

In unmittelbarer Nähe des Atlas verlaufen viele Nervenfasern und Blutgefässe. Steht der Atlas schief, kann dies zum einen, zur Kompression dieser Strukturen führen zum anderen hat ein schief stehender Atlas Einfluss auf unsere Gesamte Körperhaltung. Die Wirbelsäule versucht dies auszugleichen und Schmerzen sind die Folge davon. Auf sanfte Weise wird der Atlas wieder positioniert,

die Muskeln werden entspannt und ein neues Körpergefühl stellt sich ein. Dehnübungen helfen, diese Neuprogrammierung beizubehalten.

In der Myoreflextherapie werden in erster Linie Muskelansätze in funktionellen Zusammenhängen und kinetischen Ketten behandelt. An diesen Stellen werden Berührungsreize verstärkt wahrgenommen; wobei bereits eine leichte Druckerhöhung zu einer Schmerzempfindung mit Ausstrahlungen wie bei referred pain an entfernten Stellen führen kann. Bei der Palpation finden sich häufig schmerzhafte Verhärtungen, Myogelosen und bindegewebige Aufquellungen. An den entsprechenden Muskeln ist ein Hypertonus festzustellen.

Nach genauer Palpation und Druckpunktstimulation derartiger Punkte lösen sich die tastbaren Veränderungen nach einer gewissen Zeit (Sekunden bis wenige Minuten) auf. Über einen allmählichen manuellen Druckanstieg am Muskel-Sehnen-Knochen-Übergang werden neuromuskuläre und bindegewebige Reaktionen ausgelöst. Der Tonus der entsprechenden Muskeln sinkt spontan und sehr deutlich ab.

Bei der Myoreflextherapie geht es um die unmittelbare Lösung der zu hohen Grundspannung im Muskel/Muskelsystem und damit um die Entlastung von Gelenken und Weichteilstrukturen. Umstellungsreize veranlassen den Organismus zu entsprechenden Regulationen und zur Wiederherstellung einer funktionstüchtigen, schmerzfreien Anatomie des Bewegungssystems. Damit verbunden ist die Aufhebung vielfältiger Symptome, welche durch muskelinduzierte Symmetriestörungen und chronische Fehlbelastungen hervorgerufen werden können. Neben Haltungsasymmetrien und chronischen Schmerzzuständen sind dies etwa Auswirkungen im Vegetativum mit Schlafstörungen, allgemeiner Unruhe und vielem mehr.

Atlas richten

KiD-Übungen (Kraft in der Dehnung) nach Dr. Kurt Mosetter

Die KID-Methode stammt aus der Myoreflextherapie und beinhaltet ein umfangreiches Übungsprogramm zur nachhaltigen Dehnung und gleichzeitigen Kräftigung ganzer Muskelketten und Faszien. Dies ist ein aktiver Teil der Therapie : Zusammen werden die Übungen erlernt und in folgenden Sitzungen, wenn nötig wiederholt und korrigiert. Fast ausnahmslos führen die KID-Übungen (bei konsequentem Üben) zu schneller Besserung.

Kraft in der Dehnung: Über Jahrzehnte wandelten sich die Vorstellungen und Ideen, ob und wie Dehnungen Sinn machen. Die Forschungsergebnisse

widersprechen sich scheinbar immer wieder. Ganz sicher spielt die Kräftigung jedoch eine wichtige Rolle. Die knifflige Frage lautet: Wie kräftigt man am besten und wann und wie lange ist dehnen sinnvoll. Wenn Muskeln überwiegend im mittleren Arbeitsbereich beansprucht und in Verkürzung trainiert werden, sollte eine intelligente Dehnung ein Attribut des Gleichgewichts darstellen. Je besser wir Training, Kräftigung und Dehnung den Organisationsprinzipien unseres Gehirns anpassen, desto effektiver und leistungsfähiger wird das Resultat sein.

KiD Übungen

Osteobalance (Dynamische Wirbelsäulentherapie) nach Winfried Abt

Osteobalance „zwischen Dorntherapie und Osteophatie" heisst der Slogan, der den Standort der Methode bestimmen soll. Die Osteobalance ist eine junge, relativ einfache, klar strukturierte und sanfte Art, um Becken- und Wirbelsäulenbeschwerden zu behandeln. Viele Menschen haben ein blockiertes Becken-Kreuzbein-Gelenk, das sog. Iliosakralgelenk (ISG) ohne sich dessen bewusst zu sein. Die Folge davon ist eine Schrägstellung des Beckens. Die Wirbelsäule versucht diesen Schiefstand auszugleichen. Dies ist oft der Grund für Rückenschmerzen aber

auch für Schmerzen in den Beinen. Das Becken ist das Fundament für das gesamte menschliche Skelett. Auf ihm steht die Wirbelsäule und an ihm hängen die unteren Gliedmassen, die Beine mit den Füssen. Die Wirbelsäule wiederum ist der Träger für die Verbindung zu den oberen Gliedmassen, den Armen mit den Händen und sie ist die Basis für die Stellung des Kopfes. Die Osteobalance versucht deshalb in ihrer Strategie vom Becken ausgehenden das Fundament ins Lot zu bringen. Die Korrektur erfolgt über eine dynamische Bewegung, die vom Patienten durchgeführt und vom Therapeuten angeleitet und sanft unterstützt wird. Dabei richtet der Therapeut das Kreuzbein, die Beckenschaufeln, sämtliche Wirbelkörper und die Schlüsselbeine mit sanftem Druck und immer in Zusammenarbeit mit dem Patienten. Systematisch werden die Positionierung und das Zusammenspiel dieser Körperstrukturen kontrolliert, korrigiert und wieder kontrolliert und am Schluss stabilisiert.

Die Dynamische Wirbelsäulentherapie bietet eine hervorragende Ergänzung zur Medizinischen Massage, um Gelenkblockaden von Becken und Wirbel auf sanfte Art zu lösen. Einzelne Elemente dieser Technik werden entsprechend dem Bedarf in die Therapie eingebaut.

Osteobalance

Manuelle Triggerpunkt-Therapie

Viele akute und chronische Schmerzen des Bewegungsapparates haben ihren Ursprung in der Muskulatur. Sie werden durch myofasziale Triggerpunkte verursacht. Triggerpunkte entstehen durch Überlastung oder traumatische Überdehnung der Muskulatur. Darauf bilden sich in Muskel oftmals Zonen, die mit Sauerstoff unterversorgt sind (Hypoxie). Zu wenig Sauerstoff führt zu einem Mangel an Adenosintriphosphat (ATP). Infolge des ATP-Mangels können sich in diesen Gebieten die Myosin- und Aktinfilamente nicht mehr voneinander lösen (Rigorkomplex). Diese erkrankten Muskelstellen sind als Triggerpunkte tastbar: Durch Provokation mittels Drucks wird ein Schmerz ausgelöst, der oft in andere Körperregionen übertragen wird (Referred Pain), oft auch als Schmerzübertragung bezeichnet. Aber nicht nur Schmerzen, sondern auch

Parästhesien, Muskelschwächen ohne sichtbare Atrophie, Bewegungseinschränkungen, aber auch propriozeptive Störungen und koordinative Störungen können durch Triggerpunkte verursacht werden. Die Summe aller durch aktive Triggerpunkte ausgelösten Symptome, wird als „Myofasziales Syndrom" bezeichnet. Erfahrungsgemäß lässt sich diese Pathologie in der Regel - selbst bei langjährigen Beschwerden - durch eine gezielte Triggerpunkt-Therapie wieder beseitigen.

Ein Triggerpunkt ist ein kontrahiertes Muskelfaserbündel in einem Muskelhartspann und wurden früher auch oft als Myogelosen bezeichnet. Manche solche Punkte lösen entweder lokal oder aber fortgeleitete Schmerzen aus (Referred Pain). So können als Beispiel die Ursache für ein Ellbogenproblem von der Hals oder Schultermuskulatur kommen oder Beinschmerzen aus der Gesässmuskulatur.

Es gibt unterschiedliche Triggerpunkte. Unterschieden werden in erster Linie die Aktiven und Latenten Triggerpunkten, wobei die aktiven auch in Ruhe oder Bewegung Schmerzen verursachen. Die Latenten Triggerpunkte jedoch sind in Ruhe und bei physiologischer Belastung oder Bewegung nicht spontan schmerzhaft. Erst beim Palpieren und bei Druck können oft ausstrahlende Schmerzen ausgelöst werden, die dem Patienten aus seinem Alltag jedoch nicht bewusst sind.

Ist die druckempfindliche und überirritierbare Stelle im Muskelgewebe, wird sie als myofaszialer Triggerpunkt bezeichnet. Liegt sie in einem anderen Gewebe, unterscheidet man entsprechend tendinöse, ligamentäre, periostale oder subkutane Triggerpunkte. Verschiedene Techniken erlauben es Triggerpunkte zu behandeln. Das punktuelle Drücken, das äusserst langsame Gleiten mit gleichzeitigem Druck durch die Finger, dem Ellbogen oder einem Massageholzes im Verlauf des Muskelhartspanns, sowie aktiven Dehntechniken mit gleichzeitigem Druck auf den Triggerpunkt sind nur einige der verschiedenen Möglichkeiten Triggerpunkte zu behandeln.

Was ist Ziel und Zweck der Triggerpunktbehandlung?

- Triggerpunkt-Therapie ist die gezielte Unterstützung des Organismus in seinem natürlichen Bestreben, aktive Triggerpunkte in den Zustand latenter Triggerpunkte zu überführen

- Die Therapie myofaszialer Schmerzen hat zum Ziel, die schmerzverursachenden Triggerpunkte so weit zu desensibilisieren, dass bei physiologischer Belastung keine Beschwerden mehr auftreten. Die Vorstellung, alle Triggerpunkte vollständig beseitigen zu wollen, ist unrealistisch und für ein gutes Leben nicht notwendig.

- Therapeutische Maßnahmen sind in dem Maße sinnvoll und erfolgreich, als sie die mehrfach ineinander verschachtelten Teufelskreise pathophysiologischer Prozesse, die zur Entstehung der Triggerpunkte führen, zu durchbrechen vermögen.

- Triggerpunkt-Therapie im engeren Sinn zielt darauf ab, die im Zentrum stehende Hypoxie im Triggerpunkte wieder zu normalisieren und die verkürzten Gewebsstrukturen der Kontraktionsknoten aufzudehnen.

- Triggerpunkt-Therapie, im weiteren Sinn als Behandlungs-konzept verstanden, schließt flankierende und ergänzende therapeutische Maßnahmen mit ein: Haltungs- und Bewegungstherapie, gelenk- und nervenspezifische Techniken, Kräftigungstherapie und Ergonomie können ebenso dazugehören wie Stressmanagement, Meditationspraxis, Yoga, Entspannungstechniken oder das Einbeziehen von Ernährungsaspekten. (Aus Physiofachbuch Manuelle Triggerpunkt-Therapie, Roland Gautschi, Thieme)

Triggerpunkt-Therapie

Manipulativmassage nach Dr. Terrier

Die Manipulativmassage nach Dr. Terrier wird ohne Öl ausgeführt. Gezielte Handgriffe aus der Manipulativmassage werden entsprechend dem Bedarf in die Therapie eingebaut und bieten eine hervorragende Ergänzung in der Medizinischen Massage um Verklebungen von Kapseln und muskuläre Verspannungen rund um die Gelenke sanft zu lösen. Die Manipulativmassage oder «Mobilisierende Weichteiltechnik für Gelenke und Wirbelsäule» im Konzept der Manuellen Therapie, verdankt ihre Entstehung und weitere Entwicklung dem Schweizer Rheumatologen und Facharzt für Rehabilitationsmedizin und Chirotherapie Dr. J. C. Terrier (1918-1992).

Der junge, aufstrebende Arzt setzte sich im Zuge seiner Ausbildung ständig mit Massage auseinander und war von der damals «manipulierenden Therapie» wie auch von der einfachen passiven Bewegungstherapie beeindruckt. In seiner ärztlichen Praxis hielt er stets einen Platz für die «Massagetherapie» frei.

Vom Befund zur Therapie…

Durch die sorgfältige, dynamische Palpation reflexgestörter Strukturen wie Sehnen, Muskeln und Bänder in Gelenksnähe, die mit dem knöchernen Gelenk eine funktionelle Einheit bilden, entstand die Technik der Manipulativmassage. Immer wieder meldeten Patienten nach der palpatorischen Funktionsuntersuchung die Abnahme von Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Es lag nahe, daraus zu schliessen, dass diese Art der Untersuchung schon eine therapeutische Qualität besitze. In der Folge entwickelte Dr. Terrier in einem schöpferischen Prozess seine Reflextherapie „am bewegten Körperteil". Die Technik nach Dr. J. C. Terrier verbindet gewebsspezifische Massage, Muskeldehnung, passive Mobilisation und Gelenksspieltechniken. Die simultane Ausführung der Massage an den Weichteilstrukturen um ein Gelenk, mit der gleichzeitigen Längs- und Querdehnung dieser Strukturen unter einer passiven Gelenksmobilisation sind kennzeichnend für diese einzigartige Technik. Die Massage erfolgt in kleinflächiger, bindegewebiger Ausführung an Muskelgewebe, Sehnen, Insertionen, Ligamenten und Kapselanteilen während der gelenksschonenden, passiven Mobilisation. Dr. Terrier nennt die Kombination eines Massagegriffes mit der passiven Gelenksbewegung „Manöver". Für jede Gelenksregion entstand ein umfangreiches Behandlungsprogramm. Durch die gewebsspezifische Massage und lokalisierte Dehnung entstand eine Reiz- und Reflextherapie für arthromuskuläre Beschwerdebilder. Ziel der Manipulativmassage ist das Gelenk mit seinem Weichteilmantel als geschlossene Funktionseinheit.

Manipulativmassage

Thai-Massage

Die Thai-Massage besteht aus passiven Gelenkmobilisationen und Druckpunktmassagen. Vereinfacht kann sie daher als Kombination aus (passivem) Yoga und Akupressur zusammengefasst werden.

Zehn ausgewählte „Energielinien" (Thai: สิบเส้น – sip sen), die nach traditioneller Lehre den Körper durchziehen, werden über sanfte Dehnung und mit dem rhythmischen Druck von Handballen, Daumen, Knien, Ellenbogen und Füßen bearbeitet.

Ich biete die Thai-Massage nicht mehr als alleinstehende Behandlungsmethode an, sondern kombiniere sie mit anderen Techniken. Einzelne Elemente aus der Thai-Massage bieten eine hervorragende Ergänzung zur Medizinischen Massage und werden entsprechend dem Bedarf in die Therapie eingebaut.

Thai-Massage

Manual-Therapie

Die manuelle Therapie ist eine funktionelle Therapie zur Behandlung von artikulären Dysfunktionen (Gelenkproblemen). Sie befasst sich mit Physiologie, Pathophysiologie und Verhütung von reversiblen Funktionsstörungen am Bewegungsapparat und besteht aus Gelenkmobilisationen die mit Weichteiltechniken und neuromuskulären Techniken kombiniert werden können.

Ziel ist es die Dysfunktion zu beheben und das pathologische Reflexgeschehen zu unterbrechen.

Grundvorrausetzung ist eine genaue Befunderhebung und somit auch das Wissen über die biomechanische Funktion des zu behandelnden Gelenks.

Es werden aktive und passive Tests durchgeführt vor der Behandlung und zur Kontrolle auch während und nach der Behandlung.

Knöcherne Blockaden im Gelenk werden durch Gleit-Bewegungen, resp. durch Verschiebung der beiden Gelenkspartner oder mittels Traktionen, also das voneinander Entfernen der beiden Gelenkspartner, gelöst.

Es gilt jeweils herauszufinden, ob die eingeschränkte Beweglichkeit oder das Schmerzgeschehen eines Gelenks aufgrund einer Gelenkblockade oder einer Muskelverkürzung vorliegt. Dabei spielen sämtliche Strukturen am Gelenk eine Rolle: Knochen, Bänder, Muskeln, Gelenkkapsel, Schleimbeutel und Nerven.

Die Manuelle Therapie ist eine sanfte Behandlungsmethode mit grossem Effekt. Sie beinhaltet eine passive Behandlung aber auch ein aktiver Teil, bei welchem mittels Dehntechniken Faszien, Sehnen, Muskeln und Nerven auseinandergezogen werden, um Raum zu schaffen. Hierzu werden Hausübungen gemeinsam eingeübt. Die aktive Teilnahme beschleunigt das Wiedererlangen der Gelenkmobilität und der Schmerzverminderung enorm und gibt dem Patienten, Klienten, ein Werkzeug an die Hand, wie er sich selbst helfen kann.

Manual-Therapie

NMI 2 oder Postisometrische Relaxation (PIR) in der Manual-Therapie

Was in der Myoreflextherapie Kraft in der Dehnung genannt wird, bezeichnet man in der Manuellen Therapie als Neuromuskuläre Inhibitionstechniken NMI 2.

Man erlangt ein Weggewinn durch isometrische konzentrische Anspannung in Gegenrichtung der Einschränkung.

Die höchste Effizienz liegt in der intelligenten Kombination von Muskelanspannung aus Dehnungspositionen heraus – gegen Widerstand. Je mehr Muskelgruppen in funktionellen Bewegungsketten miteinander aktiviert werden, und je besser die Bewegungsumfänge (Range of motion) sind, umso besser.

Für die maximale Stabilität sollten stets auch die Gegenspielerketten aus Dehnungen heraus – zum Beispiel gegen den Widerstand der Schwerkraft, gegen eine Wand, eine Tür, ein Seil, ein Terraband oder gegen die Hände eines Partners mit NMI 2 trainiert werden.

Dorntherapie nach Dieter Dorn

Der Schwerpunkt bei der Dorntherapie ist die Wirbelsäule. Man spricht von «Wirbel-Richten» weil leicht verschobene Wirbel, welche für verschiedenste Beschwerden im Körper verantwortlich sein können, wieder an die richtige Stelle gedrückt werden. Dies geschieht mittels Pendelbewegungen, welche der Klient selber macht, das heisst: Du machst mit! und das ist sehr wichtig. Wichtig bei der Therapie nach Dorn ist auch die Korrektur der Beinlängendifferenz. Deshalb überprüfe ich zu Beginn der Behandlung als erstes, ob deine beiden Beine die gleiche Länge aufweisen. Differenzen können

die Stabilität und die Belastungsfähigkeit der Wirbelsäule negativ beeinflussen und zu Fehlbelastungen führen. Eine Beinlängendifferenz kann aufgrund eines Beckenschiefstandes entstehen und ist in diesem Fall korrigierbar. Hier spricht man von einem funktionellen Beckenschiefstand, welcher in vielen Fällen mithilfe spezieller Griffe behoben werden kann.

Anschließend werden alle Gelenke der Beine überprüft und falls nötig eingerichtet, das heisst, in die richtige Position gebracht. Die Dorntherapie ist eine sanfte Behandlungsform. Die kurz bei der Behandlung auftretenden Schmerzen verklingen während der Behandlung, als ob der Druck auf die schmerzende Stelle verringert worden wäre. Der Druck ist jedoch noch derselbe, nur hat sich das betroffene Gelenk wieder richtig positioniert.

Die Korrektur der Gelenke und der Beinlängendifferenz findet in Rückenlage statt. Die Rückenbehandlung hingegen im Stehen. Die Wirbelsäule wird vom Kreuz- und Steißbein bis zur unteren Brustwirbelsäule abgetastet und Fehlstellungen fortlaufend korrigiert. Du unterstützt die Korrektur mit bestimmten Bewegungen, zu welchen ich dich anleite. Um die Bewegungen im Unteren und mittleren Rücken einfacher auszuführen habe ich in meiner Praxis den sogenannten Lauftrainer.

Die obere Brustwirbelsäule und die Halswirbelsäule werden auf ähnliche Weise im Sitzen behandelt.

Wichtige Übungen, die während der Therapiestunde gemeinsam geübt und zu Hause selbstständig täglich gemacht werden müssen führen zur Stabilisierung der Gelenkkorrekturen. Die regelmäßige Durchführung dieser Übungen spielt eine entscheidende Rolle für den Behandlungserfolg.

Dorntherapie

Lauftrainer (oder Bein-Pendler)

Das Aufsteigen auf den Lauftrainer ist wie Treppen steigen, da die Pedale sich mit Hilfe eines Fixierbügels feststellen lassen. Gerade mit älteren Leuten zeigen sich mit dem Lauftrainer sehr gute Erfolge, da ihnen das auf einem Bein stehen und gleichzeitig pendeln müssen, erspart bleibt. Das Laufen/Pendeln auf dem Lauftrainer geht nahezu „von selbst".

Unregelmäßigkeiten beim Gang können allein schon dadurch erkannt werden, wenn der Lauf auf dem Lauftrainer beobachtet wird, wenn beispielsweise ein Bein weniger oder gehemmter pendelt. Der Rücken ist von hinten frei zugänglich und erlaubt es den gesamten Rücken leicht zu massieren, entweder von Hand oder mithilfe eines Massage-Geräts.

Der „Läufer" ist großflächig nach vorn abgestützt. Durch das Auflegen des Oberkörpers auf dem großen oberen Auflagebrett wird das Gewicht, das auf der Wirbelsäule beim normalen Stehen lastet, reduziert. Das erklärt unter anderem die Erfahrung, dass Veränderungen leichter und schonender

erreicht werden können. Durch die Pendelbewegungen der Beine werden die unteren zwei Drittel der Wirbelsäule in dauernde leichte Drehbewegung gebracht und gleichzeitig der wichtige Beckenbereich in dauernde Pendelbewegung versetzt, was ein leichtes und schonendes Behandeln der Wirbelkörper und der Beckenschaufeln ermöglicht. Der Lauftrainer (oder Beinpendler) wird in der Regel als sehr angenehm und wirkungsvoll empfunden und ermöglicht einen sanften Ausgleich der knöchernen Strukturen, wobei du aktiv dabei Teil hast. Dies führt zur sofortigen Integration des neuen Körperempfindens und wirkt auch nach der Therapiestunde noch weiter.

Lauftrainer

Der Mobilisator

Der Mobilisator ermöglicht eine sanfte Massage durch viele kleine, auf einem natürlichen Frequenzmuster beruhende Massageimpulse. Der Schwingungsbereich ist stufenlos einstellbar. Die über viele Jahrzehnte gesammelten Erfahrungen bei der Entwicklung dieses Gerätes haben gezeigt, dass der Schwingungsbereich eine vitalisierende Wirkung auf den menschlichen Körper hat und als sehr angenehm empfunden wird. Meine Klienten bestätigen das oft mit «ohh tut das gut» wenn ich verhärtete Muskel mit dem Mobilisator bearbeite. Natürlich muss das Massagegerät gezielt eingesetzt werden und nur das vorgängige Palpieren von Muskeln und Gelenken ermöglicht einen effizienten Einsatz.

Der Massage-Impuls des Mobilisators erfolgt in elliptischen Bahnen, was ihn von herkömmlichen Massagegeräten unterscheidet, welche Stossimpulse machen. Die Impulse der üblichen Massagegeräte beginnen sofort mit der

maximalen Intensität an Stössen was dazu führt, dass sich der Muskel zur Abwehr anspannt und verkrampft. Der Mobilisator hingegen beginnt jeden Impuls sanft und steigert sich langsam bis zur maximalen Intensität. Die Reaktion darauf: Bei den sich aufbauenden Schwingungen entspannt sich der Muskel bis in die tiefen Muskelschichten hinein. Vor allem bei den niederen Frequenzen zwischen 2 und 4 Hz kommt es zur Muskelentspannung. Bei der Frequenz von 4 Hz produziert unser Körper Enkephalin, welches unsere Schmerzschwelle erhöht und somit den Teufelskreis „Kontraktion – Schmerz – Kontraktion" durchbrechen kann.

Mobilisator

KABT (Körper-Achtsamkeits- und Bewusstseins-Training)

Einzelne Elemente aus dem KABT bieten eine hervorragende Ergänzung zur Medizinischen Massage und werden von mir entsprechend dem Bedarf in die Therapie eingebaut

Körperbewusstheitsübung. In der Körperbewusstheitsübung wird der Übende darin unterstützt, seinen Körper, den eigenen Atem und die unterschiedlichen inneren Bewegungen und Körperempfindungen ganz bewusst zu spüren. Die Aufmerksamkeit richtet sich jeweils auf eine bestimmte Stelle im Körper, in der Druck, Anspannung, Schmerz, besonders viel Bewegung oder auch Taubheit zu spüren ist.

Es geht darum, mit seiner ganzen Aufmerksamkeit diese Stelle wahrzunehmen, ohne etwas zu tun; die Körperempfindungen zu spüren und zu beobachten, was sich ohne eigenes Zutun an dieser Stelle vielleicht verändert; alles wahrzunehmen ohne auftauchenden Impulsen nachzugehen.

Schmelzatem-Arbeit (Melting Breath Work nach Dr. phil. Leland Johnson). Praktisch geht diese heilende Methode so: Man stellt sich, während man den Atem ruhig und zentriert fließen lässt, vor, dass beim Einatmen – durch die Nase oder den Mund – der Atem zu der Stelle der Anspannung fließt und die Anspannung schmilzt, während beim Ausatmen – durch den Mund, teilweise verbunden mit einem lösenden Ton – die gelöste und geschmolzene Anspannung wegfließt. Während der Therapie verhält es sich so: Um sich der Anspannungen und ihrer Veränderungen deutlicher bewusst zu werden, kann durch den Begleiter / Therapeuten ein mäßig intensiver Druck auf angespannte Körperstellen ausgeübt werden.

Um den Vorgang visuell zu unterstützen kann sich der Patient vorstellen, dass der Schmerzpunkt ein Eiswürfel ist und durch das Einatmen heisse Luft zum Eiswürfel gelangt und diesen zum Schmelzen bringt. Beim Ausatmen fliesst jedes Mal Schmelzwasser weg. Dieser Vorgang wird so lange wiederholt (oft genügen schon 1 bi 2 Minuten) bis das ganze Eis (die Spannung) weggeschmolzen ist.

Preise

- Die erste Sitzung dauert 1 ¼ h,

- danach dauert eine Sitzung normalerweise 1 Stunde

- Bezahlt wird in der Regel in BAR nach der Behandlung.

Patienten mit Rückvergütung durch die Krankenkasse:

1 Stunde kostet Fr. 140.- (jede 5 Minuten zusätzlich Fr. 11,67.- mehr, resp. 1 ¼ h Fr. 175.- und 1 ½ h Fr. 210.-)

Die Patienten bezahlen üblicherweise in bar nach erfolgter Behandlung.

Eine Quittung für die Rückvergütung bei der Krankenkasse (Zusatzversicherung Komplementärmedizin) wird sofort ausgestellt.

Patienten ohne Rückvergütung durch die Krankenkasse:

Patienten ohne Rückvergütung bekommen einen Vorzugspreis:

1 Stunde kostet Fr. 110.- (1 ¼ h Fr. 135.- / und 1 ½ h Fr. 160.-)

Die Klienten bezahlen üblicherweise in bar am Ende der Sitzung.

Krankenkassenanerkannt

Die Kosten werden durch die meisten Krankenkassen (Zusatzversicherung Komplementärmedizin) zurückerstattet. Ich bin registriert als Mitglied des EMR/ASCA Qualitätslabels und EGK. www.emindex.ch/urs.schlapbach

Wichtig: Bitte kläre die konkreten Versicherungsleistungen bei deiner Krankenkasse ab und frage bei deiner Versicherung, welche Therapiemethoden rückvergütet werden.

⚠️ Absage: Falls du deinen Termin nicht wahrnehmen kannst, dann gib mir bitte spätestens 24 Std. vorher Bescheid, per Telefon, WhatsApp oder SMS. Bei nicht erfolgter Absage wird die Hälfte des Tarifs verrechnet (mit Krankenkasse 70.- und ohne 50.- Franken)