Meridian Energie Technik (MET)
Was ist die Meridian Energie Technik oder MET-Klopftechnik?
Als MET-Coach wende ich bei Menschen mit bekannten psychischen Erkrankungen die MET-Klopftechnik nicht an. Sie brauchen schulmedizinische psychologische oder psychiatrische Betreuung.
Die Meridian Energie Technik wurde von Diplompsychologe Rainer Franke entwickelt.
Ende der 1970er Jahre entwickelte sich in den USA die Energetische Psychologie, dazu gehört auch die MET (Meridian Energie Technik), oder auch MET-Klopftherapie genannt. Es handelt sich um eine alternative Heilmethode, die sich auf die traditionelle chinesische Medizin stützt, da sie Meridian-Punkte mit Klopf-Massage und der Verbalisierung (das in Worte fassen) von verdrängten Gedanken und Gefühlen kombiniert.
Verfahren der herkömmlichen Psychologie beziehen sich auf den Verstand, die Gefühle und den Körper (Körpertherapien). Aber sie lassen einen wesentlichen Teil der menschlichen Ganzheit außer Acht: das Energiesystem. Die Energetische Psychologie geht davon aus, dass jeder Mensch nicht nur über einen physischen Körper verfügt, sondern auch einen Energiekörper besitzt. Die Meridiane stellen die Verbindung zwischen dem physischen und dem Energiekörper dar.
Über die Meridiane kann dieser Energiekörper beeinflusst werden. Anders als bei der herkömmlichen Psychologie werden bei der Energetischen Psychologie der Energiefluss im Körper wieder hergestellt und dadurch Blockaden aufgelöst. Regina und Rainer Franke, die Entwickler der MET-Methode, erklären, dass alle Erlebnisse eines Menschen in seinen Zellen gespeichert werden. Diese gespeicherten Erlebnisse beeinflussen die Bewusstseinsebenen eines Menschen. Positive Erlebnisse führen zu positiven Bewusstseinsebenen wie Liebe, Freude und Vertrauen, während negative Erlebnisse zu negativen Bewusstseinsebenen wie Angst, Wut und Trauer führen.
Durch das Beklopfen bei MET können negative Gefühle und die Resonanz zu niedrig schwingenden Bewusstseinsebenen aufgelöst werden, wodurch der Mensch in einen höheren Schwingungszustand kommt und mehr Positives in sein Leben zieht. Klienten berichten nach MET-Behandlungen oft von einem Zustand der Freude und inneren Ruhe.
Dr. David Hawkins hat in seinem Buch „Die Ebenen des Bewusstseins" erklärt, dass das menschliche Sein zwischen niedrig schwingenden Bewusstseinsebenen wie Scham, Schuld und Angst und hoch schwingenden Bewusstseinsebenen wie Vertrauen, Liebe und Frieden aufgespannt ist. MET kann helfen, Menschen dauerhaft auf höhere Bewusstseinszustände zu bringen.
Die Begründer erklären: «Nach vielen MET-Behandlungen haben wir festgestellt, dass Klienten nach dem Beklopfen von dramatischen Ereignissen plötzlich auf einem ganz anderen energetischen Niveau sind. In diesem Zustand erleben sie weder Ärger noch Trauer oder Angst, sondern nur Freude. Sie beschreiben diesen Zustand mit Sätzen wie „Ich fühle mich friedlich", „Ich fühle mich völlig entspannt", „Ich empfinde Ruhe und Frieden" und „Ich bin ganz gelassen". Dieser Zustand wird oft als „im Hier und Jetzt sein" bezeichnet. Plötzlich können viele Klienten ihre innersten Impulse und Bedürfnisse wahrnehmen und ihnen folgen.
Mit anderen Worten: Wir treten nur mit etwas in Resonanz, das uns sehr ähnlich ist. Der Mensch tritt mit dem morphischen Feld in Resonanz, das seiner Bewusstseinsstufe (Wut, Ärger, Hass, Angst bzw. Liebe, Vertrauen, Vergebung, Frieden etc.) entspricht.
Das Gehirn kann als eine Art Empfängeranlage für Energiemuster betrachtet werden, die im Geist selbst beheimatet sind und als Bewusstsein existieren, das in Form von Gedanken oder Gefühlen ausgedrückt wird.
Wie Hawkins sagt: „Deshalb bedeutet es für einen Menschen, der in Angst lebt, ein High, die Ebene des Mutes zu erreichen. Oder für Menschen, die in hoffnungsloser Apathie leben, ist Wut ein High."
D. Hawkins erklärt: „Je höher der jeweilige Zustand angesiedelt ist, desto größer ist seine Kraft, das ganze Leben des Menschen umzuorientieren. Nur ein einziger Augenblick in einem sehr hohen Zustand kann die Lebensorientierung eines Menschen vollständig verändern. Das Erhabenste aller Erlebnisse ist der Zustand des unendlichen Friedens."
Was gibt es zu tun?
Es geht darum herauszufinden, welche „Untermieter" wir noch beherbergen. Selbst wenn wir glauben ausgeglichen zu sein und unser Leben im Griff zu haben; wie wenig braucht es, dass unsere heile Welt zusammenbricht?
Eine Bemerkung, ein Blick, eine Information können genügen, und schon ist der innere Frieden dahin. Diese im Schatten versteckten Gefühle sind die „Untermieter", von welchen ich spreche.
Irgendwo im Keller unseres Hauses verstecken sie sich, halten sich still und warten nur auf die bestimmte Situation, in welcher sie hervorkommen und sich zeigen.
Doch wer ist der Herr des Hauses? Ich! Nur ich kann ihnen gestatten in mir zu hausen und nur ich bin es, der sie verabschieden kann.
Wenn ich die Verletzung, die Angst oder die Wut genau belichte und betrachte, und ihr gestatte da zu sein, während ich mit ungeteilter Aufmerksamkeit das Gefühl fühle und die Gedanken, welche dabei hochkommen, beobachte und in Worte fasse, dann geschieht die Transformation. Das negative Gefühl wird durchlebt, die Gedanken verlangsamen sich und die Verletzung heilt.
Dies ist das Prinzip von MET und auch von der Vergebungsarbeit. Es ist „Innere Arbeit", die sich lohnt.
Schematische Darstellung der Schwingungsebenen der
Gefühle
(abgeleitet aus einer Tabelle von D. Hawkins)
↑ Ewigkeit
Freude
Liebe
Vergebung, Loslassen, Akzeptanz
Vertrauen, Mut, Bereitwilligkeit
— Dunkelheit, Unwahrheit, Unwirklichkeit — Grenze — Wirklichkeit, Wahrheit, Licht —
Angst
Trauer, Kummer
Resignation, Apathie
Schuldgefühle
Scham
Auslöschung
↓ Tod
Sobald eine niederschwingende Wahrnehmung (Gefühle und Gedanken von Angst etc.) durch die Innere Arbeit aufgelöst werden darf, wird automatisch die Grenze überschritten zu den höherschwingenden Wahrnehmungen (Gefühle und Gedanken von Vertrauen, Freude, etc.).
So werden die verkehrten Gedankenmuster, die negativen Gefühle und das dazugehörige Verhalten (z. B. Selbstverurteilung und Schuldzuweisung oder ein Sich-Verbiegen für die anderen) aufgelöst. Im besten Fall stellt sich während des Prozesses innerhalb von Minuten Frieden, Freude und Erleichterung ein, und wenn nicht, dann wenigstens eine innere Stille, eine Ruhe oder eine Gelassenheit.
Meridian Energie Technik für dein körperlich-emotional-mentales Gleichgewicht:
MET arbeitet mit den Meridianen, also den Energiebahnen im Körper, die für die Gesundheit und das Wohlbefinden des Menschen verantwortlich sind. Ist die Energie blockiert, kann sie nicht mehr frei fliessen und es entstehen Störungen im körperlich-emotional-mentalen Gleichgewicht. Durch die Stimulierung bestimmter Akupunkturpunkte korrigiert MET diese Funktionsstörungen und das energetische Gleichgewicht wird wieder hergestellt.
MET ist eine sehr sanfte Therapiemethode und hat keine Nebenwirkungen.
MET kann bei einer Vielzahl von körperlichen und emotionalen Problemen helfen, wie zum Beispiel bei chronischem Stress, Niedergeschlagenheit, Angstzuständen, Schamgefühlen, chronischer Unzufriedenheit, Überforderung, bei schwierigen Entscheidungen, bei Schuldgefühlen, in der Trauerbewältigung, bei Konfliktbewältigung, bei Missgunst, bei Eifersucht, und vielem mehr.
Auch bei der Zielsetzung und Neuorientierung im Leben kann MET sehr hilfreich sein und als Werkzeug und ständiger Begleiter dienen.
Wenn sich psycho-emotionale «Knoten» lösen, so lösen sich auch körperliche Symptome, weil die Energie im Körper wieder frei fliessen kann. Mit MET können aber auch körperliche Leiden behandelt werden durch das Auflösen der Energieblockaden im Meridiansystem.
Viele körperliche Symptome entstehen wegen negativen Glaubenssätzen, welche sich im Unterbewusstsein verankert haben.
Mache es selbst! DU bist der Kapitän deines (Lebens-)Schiffes:
Ich lerne dich, wenn du willst, wie du die Klopftherapie für dich nutzen kannst im täglichen Leben, damit dir plötzlich alles leichter fällt und Hindernisse, die vorher nicht bewältigbar erschienen, sich plötzlich auflösen, durch: Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit und Vertrauen zu dir selbst.
Die Arbeit machst du! Ich begleite dich nur dabei. Doch die Fülle, die Leichtigkeit und die Erfahrung der Erleichterung werden dir zeigen, dass sich das Arbeiten an dir gelohnt hat.
Angefangen bei der Geburt erleidet jeder Mensch im Laufe seines Lebens eine Reihe von Traumata. Die Bandbreite traumatischer oder belastender Ereignisse ist groß: Unfälle, Trennungen, schwere Enttäuschungen und vieles anderes mehr. Oder auch frühkindliche Traumata bzw. in der Kindheit oder Jugend. Oder generell eine belastende Kindheit oder Jugend (Gewalterfahrungen, zu frühe Verantwortung, psychisch kranke Eltern, Alkoholismus in der Familie, Machtmissbrauch, etc.). Bei vielen Menschen ist die Verdrängung so groß, dass sie sich ihrer Verletzungen nicht einmal mehr bewusst sind. Dass ein Trauma nicht aufgelöst ist, zeigt sich an den unangenehmen Gefühlen, die die Erinnerung daran mobilisiert: Trauer, Angst, Schuldgefühle, Scham. Um diese zu vermeiden, flüchten wir uns häufig in die Verdrängung. Doch je mehr wir – natürlich vergeblich - versuchen, unserer schmerzlichen Vergangenheit zu entfliehen, desto mehr gewinnt sie an Stärke und an Macht über den Menschen. Solange wir aber auf den unerlösten Ebenen der Trauer, des Ärgers, der Wut und der Schuld verharren, können wir den Menschen nicht verzeihen, die uns Wunden zugefügt haben, und auch uns selbst nicht. Wer aber ständig der Vergangenheit verhaftet bleibt, ist nicht in der Lage, seine Bedürfnisse und Impulse in der Gegenwart wahrzunehmen, im Hier und Jetzt.
Um energetisch in einen neutralen bis positiven Zustand zu kommen, ist es wichtig, sich diesen Belastungen aus der Vergangenheit zu stellen und sie nach und nach durch Bewusstwerdung aufzuarbeiten. Das ist das Ziel dieser Arbeit und der Sinn des MET-Coachings. Hierfür wird aber nicht in der Vergangenheit gegraben, sondern der Bezug zur Vergangenheit ergibt sich mit der MET-Klopftherapie bei der Bearbeitung eines aktuellen Problems ganz von selbst. Die meisten unserer aktuellen Sorgen, Ängsten und Unsicherheiten stehen in direktem Zusammenhang mit nicht aufgelösten Gefühlen einer schweren Situation, eines Konfliktes oder eines Traumas aus der Vergangenheit. Die nicht geheilten Wunden wollen geheilt werden. Somit können nach und nach alle negativen Gefühle und damit Hauptgründe für emotionale oder physische Beschwerden beseitigt werden. Das führt zu mehr und mehr persönlichem Frieden. Weniger innere Konflikte und mehr geheilte Wunden bedeuten ein höheres Maß an innerem Frieden und weniger emotionales und körperliches Leiden. Das Schöne an der MET-Klopftherapie ist die spontane Veränderung von negativen Gefühlen wie Angst, Schuld, Resignation, Trauer, Kummer, Schmerz, Ärger, Wut, Hass, Groll, Zorn, etc. in befreiende Gefühle wie Gelassenheit, Ruhe, Sicherheit und Verbundenheit bis hin zu Frieden und Freude.
Präsenzübung (nach Eckhart Tolle)
„Spüre die Lebendigkeit in deinem Körper, das verankert dich im Jetzt" betont Eckhart Tolle — wohl der bekannteste Weisheitslehrer unseres Jahrhunderts — immer wieder. Den sogenannten „inneren Körper" zu spüren kann man auf einfache Art lernen. Man beginnt mit dem Wahrnehmen der Körperempfindungen und „landet" anstrengungslos jenseits des Körpers, in der unglaublichen Weite des „Inneren Körpers" oder dem alldurchdringenden Sein, welches nicht vom Körper abhängig ist. Dieses Tor zum Bewusstsein des wahren Selbst steht jederzeit offen und kann mit ein bisschen Übung leicht erreicht werden.
Bewusstheitsübung (nach Dipl.-Psych. Christian Meyer)
Die Bewusstheitsübung eignet sich nicht für Menschen mit psychischen Erkrankungen und darf mit ihnen nicht praktiziert werden. Sie brauchen schulmedizinische psychologische oder psychiatrische Betreuung.
Die Bewusstheitsübung bewirkt immense Stress-Reduzierung, innere Lösung, Entspannung und Zentrierung. Bei regelmäßiger Übung wird diese absichtslose, freie Wahrnehmung zur inneren gewohnheitsmäßigen Haltung, es geschieht ein natürliches Gewahrsein und gleichzeitig ein Fühlen, man verweilt leichter in seiner inneren Mitte und kann ganz und gar lebendig sein.
Durch die Gleichzeitigkeit von Entspannung und Fühlen wächst die Affekttoleranz* immer mehr, Gefühle verlieren ihre Bedrohlichkeit. Diese Methode ermöglicht es uns, chronisch unterdrückte Emotionen aufzuarbeiten.
Die negative Wirkung auf das vegetative Nervensystem, die dann auftritt, wenn Gefühle chronisch verdrängt werden, wird dadurch reduziert. Die Stress-reduzierende Wirkung und die positiven Effekte auf Herztätigkeit und Kreislauf wurden bereits wissenschaftlich belegt. (Patricia Lüning-Klemm 2014; dieselbe 2015)
* Affekttoleranz = Die Fähigkeit, eine bestimmte Emotion erleben und sich ihr aussetzen zu können.
Eine einfache Vorübung:
zur Bewusstheitsübung geht folgendermassen: Die Übung wird am Anfang am besten zu zweit ausgeführt, das heisst, der Übende und dessen Begleiter, welcher ihm die Fragen stellt. Die Antworten werden nicht laut ausgesprochen, sondern nur innerlich zu sich selbst.
Wird die Übung allein ausgeführt, so geht das folgendermassen:
Ich setze mich hin, schliesse die Augen und atme ein paar Mal tief aus, danach stelle ich mir selbst innerlich folgende Fragen:
- → Was tue ich?
- → Was will ich?
- → Was will ich eigentlich oder was will ich in Wirklichkeit?
- → Was fühle ich?
- → Was vermeide ich?
- → Was fühle oder erfahre ich gerade jetzt?
Nach jeder sich selbst gestellten Frage wird nach innen gehorcht und geforscht, was genau jetzt präsent ist. Man lässt sich dazu etwa 1 – 2 Minuten Zeit.
Auf die Frage "Was mache ich genau jetzt?" könnte die ehrliche Antwort z.B. lauten: Ich sitze hier, ich fühle eine Abneigung gegen diese Übung, ich spanne meinen Nacken an, ich gebe Widerstand, ich halte mich zurück, etc. Auf die Frage "Was will ich?" könnte die ehrliche Antwort z.B. lauten: Ich möchte wegrennen, möchte, dass man mich in Ruhe lässt, ich möchte mich entspannen, etc.
Hierbei geschieht bereits eine Transformation, weil Ehrlichkeit gegenüber sich selbst dazu führt, dass angeeignete Verhaltensmuster und sich selbst auferlegte Tabus an die Oberfläche kommen und sich so auflösen. Besonders wenn wir aufgewühlt, gestresst, überlastet oder zurzeit überfordert sind, kann diese einfache Übung sofort Linderung schaffen und uns zurück in unsere Mitte bringen. Wird die Übung öfter ausgeführt, wird eine zunehmende Lebendigkeit wahrgenommen und die Bewusstwerdung des Seins, also das, was wir in Wirklichkeit sind, wächst.
Jenseits der Gedanken gibt es eine Wahrheit, die viel tiefer geht, ein Bewusstsein so klar, als ob man den Raum zwischen den Gegenständen, den Menschen und Häusern wahrnehmen könnte. Es ist, als würde ein Schleier hochgezogen und man sähe den Baum, den Gegenstand oder das Gesicht seines Gegenübers zum ersten Mal ganz deutlich und man spürt, tatsächlich, ein Verbunden-sein mit allem.
Jeder Mensch kennt dieses Bewusstsein der absoluten Präsenz, doch die meisten achten nicht darauf oder verbinden es mit einer bestimmten Aktivität, etwa einem Sport oder den Ferien. Doch dieses Bewusstsein ist ständig da und will von uns gelebt werden.
Die Bewusstheitsübung:
Die eigentliche Bewusstheitsübung macht man zu zweit. Man sitzt sich gegenüber. Der Übende ist aufgefordert zu antworten. Wenn er von seinem Begleiter (im Fall der Therapie von mir) nach seinem Zustand gefragt wird, soll er immer genau das erwähnen, was gerade jetzt im Vordergrund ist. Der Übende hat während der ganzen Bewusstheitsübung die Augen geschlossen.
Natürlich ist dabei die grösste Gefahr, dass der Übende in Gedanken abdriftet, aber dazu ist der Begleiter da, um ihn zu führen.
Die Frage des Begleiters lautet jeweils: «Wessen bist du dir (gerade) jetzt bewusst?»
Daraufhin antwortet der Übende zum Beispiel: «Ich spüre den Boden unter meinen Füssen…und…da ist ein Gedanke, der mir gerade durch den Kopf geht».
Ich als Begleiter wiederhole den Satz und gebe eine Empfehlung ab, wie etwa: «du spürst den Boden unter deinen Füssen und es geht dir gerade ein Gedanke durch den Kopf. Du könntest dir jetzt auch deinem Atem bewusstwerden, wie er kommt und geht, und das kann dir helfen, tiefer zu fallen.»
Danach herrscht Stille und der Übende beobachtet weiter, versucht vielleicht die Empfehlung umzusetzen oder beobachtet einfach nur.
Nach einiger Zeit stelle ich wieder dieselbe Frage: «Wessen bist du dir jetzt bewusst?»
Wichtig bei dieser Übung ist, dass der Übende nicht erzählt, was vor 10 Sekunden war, sondern genau das, was gerade jetzt ist.
Das Schema für den Begleiter ist immer dasselbe: Die Antwort des Übenden wiederholen, eine Empfehlung machen und am Schluss den Satz «und das kann dir helfen tiefer zu fallen» anhängen.
Obschon der Begleiter den Übenden nicht irgendwo hinhaben will, muss er ihn dennoch führen. Der Übende forscht jedes Mal danach, was genau jetzt sich in seinem Bewusstsein präsentiert, so wie ein Forscher, der in eine Höhle geht, die er noch nicht kennt und sie mit seiner Taschenlampe ausleuchtet.
Als Begleiter folge ich einem bestimmten Schema, das von oben nach unten geht.
An der Oberfläche sind die Gedanken, Geräusche und Körperempfindungen.
Darunter liegen die Gefühle: Angst, Traurigkeit, Scham, Ärger, Wut, Beklommenheit, Unbehagen, etc.
Und eine Schicht darunter liegen dann die tieferen Erfahrungen wie Frieden, Grenzenlosigkeit, Freiheit, Liebe, Freude, Ausdehnung und Fülle.
Der Begleiter braucht sehr viel Einfühlungsvermögen und Erfahrung, um dem Übenden die richtige Richtung anzugeben.
Auch auf der Ebene der Gefühle darf kein Gefühl übersprungen werden. Wenn der Übende so viel Bereitschaft aufbringen kann, auch das unterste, am meisten gefürchtete Gefühl zuzulassen, dann fällt er durch ein tiefes schwarzes Loch, durch welches er sich hineinziehen lassen muss. Dahinter offenbaren sich Grenzenlosigkeit, Frieden und Liebe.
Streng gesehen handelt es sich dabei nicht um eine Erfahrung im klassischen Sinne, weil hier vielmehr eine Verschmelzung zu SEIN geschieht. Jede Persönlichkeit fällt hier weg, es herrscht Nondualität.
Dies kann nur geschehen, wenn der Übende die aktuell auftauchenden negativen Emotionen durchlaufen hat.
Die Übung dauert zwischen 30 und 45 Minuten und kann natürlich auch länger gemacht werden, insbesondere wenn der Übende in die tieferen Erfahrungen gelangt.
Es geht darum, die verdrängten Gefühle, die auftauchen, einzeln anzuschauen und zu durchleben, sie quasi durchzufühlen, bis sie verbrannt sind. Dies geschieht dank der Offenheit und Bereitschaft des Übenden.
Als Begleiter ist es wichtig, den Übenden sanft wieder zurückzuholen, vor allem wenn er sich in einem starken Gefühl befindet.
Das Wichtigste bei der Bewusstheitsübung ist, dass sich der Übende aufgehoben fühlt. Dies ist nur möglich, wenn der Begleiter urteilslos, geduldig und absichtslos ist.
Ein Kurs in Wundern (EKiW)
«Ein Kurs in Wundern» ist keine Therapiemethode und auch kein Behandlungskonzept, sondern eine spirituelle Lehre. Die hier von mir aufgeführten Informationen dienen nur dazu aufzuzeigen, welches Gedankengut meinen Geist je länger wie mehr prägt und dementsprechend auch in die Innere Arbeit mit meinen Klienten einfliesst.
«Ein Kurs in Wundern» ist ein spirituelles Buch, das zum Selbststudium dient. Das Übungsbuch, welches für jeden Tag während eines Jahres eine Lektion vorsieht, ist eine sanfte Anleitung zu einer neuen Sichtweise der Welt, seiner selbst und den anderen. Die 1. Lektion zum Beispiel macht folgende Aussage: „Nichts, was ich in diesem Raum sehe, hat eine Bedeutung".
Das heisst, meine Wahrnehmung entspricht nicht der Wahrheit… denn die Dinge, die ich sehe, sind an sich völlig neutral. Und dementsprechend geht es dann weiter: „Ich verstehe nichts, was ich in diesem Raum sehe" … natürlich deswegen, weil ich das, was ich sehe, aufgrund meiner Gedanken beurteile und bewerte und dementsprechend wahrnehme. Und dann die logische Schlussfolgerung oder Weiterführung des Gedankens: „Diese Gedanken über (.......) haben keinerlei Bedeutung". So führt uns dieser Kurs an die Essenz unserer Fehlsicht heran. Und mit viel Ehrlichkeit deckt jede Lektion etwas mehr unserer Schattenseiten auf und schenkt uns gleichzeitig die Lösung, die sich auf das Licht ausrichtet.
Das Studium dieses blauen Buches „Ein Kurs in Wundern" verändert das Leben. Der Kurs schafft Klarheit und deckt die selbstgemachten Illusionen die ich mir über mich, über «meine» Welt und über die anderen gemacht habe auf und ersetzt die Illusion gegen eine andere Sicht. Eine weitere Lektion ist: „Ich rege mich nie aus dem Grund auf, den ich meine", und so geht die Umkehrung unserer Sicht immer weiter. Es wird dann allmählich für den Praktizierenden ersichtlich, also für mich, dass ich diese Welt, die ich sehe, erschaffen habe und dass ich nicht ein Opfer dieser Umstände bin, sondern die Ursache dafür. Das ist ein Geschenk und nicht etwas Schlechtes, sondern die Freiheitserklärung an sich. Denn, wenn ich der Macher meiner Sicht auf die Welt, die ich sehe, bin, dann kann ich diese Sicht auch verändern, wenn ich das will. Dies ist dann das Wunder. Es ist die veränderte Wahrnehmung, welche das Wunder ist. Denn was ich dem «anderen» vorwerfe, ist nichts weiter als eine Projektion meiner ungelösten Knoten und all den noch nicht aufgelösten Angst- und Schuldgefühlen in mir, die ich im anderen sehe.
Der Kurs geht weiter und stellt unsere gesamte Sichtweise auf den Kopf. Und so übt man täglich Lektionen, die sich zuerst jeweils verrückt anhören… bis sich plötzlich herausstellt, dass es gerade umgekehrt ist, dass die bisherige Sichtweise auf dem Kopf stand. Dies soll aber nicht ein neues Kopfwissen sein, sondern wird täglich praktisch angeleitet und führt zu dementsprechenden Erfahrungen. Es sind Erfahrungen, die verblüffend und unglaublich sind, weil da, wo vorher ein Graben herrschte zwischen mir und jemand anderen, oder mir und einem Lebensumstand, plötzlich eine Brücke geschlagen wird und Einheit und Frieden möglich ist — ja — spürbar erfahrbar ist.
„Ein Kurs in Wundern" ist ein spirituelles Buch und ein Schulungsweg, der im Selbststudium studiert und geübt wird und dazu anregt seinen Inneren Lehrer zu finden, welcher uns in die Freiheit führt — Freiheit wovon? Die Befreiung von Ängsten, Zwängen, Schuldgefühlen, Sorgen, Mangel, Scham, Verlust, Ärger, usw. um einige Beispiele zu nennen. Diese Befreiung geschieht dadurch, dass die eigenen Schuldgefühle, welche auf die anderen und auf die Welt projiziert wurden, angeschaut und danach losgelassen werden.
Ich beschäftige mich mit diesem Kurs seit dem Jahr 2012 und natürlich hat er mein Gedankengut verändert und „Die Innere Arbeit" mit meinen Klienten auch. Dieses andere Gedankengut führt zu Eigenverantwortung und zu mehr Offenheit und Mitgefühl gegenüber anderen. Ausserdem führt dieses angewendete Gedankengut zu innerem Frieden, innerer Gelassenheit und Freude. Auch erklärt der Kurs tiefgreifende Erfahrungen, welche normalerweise mit dem Verstand nicht erklärt werden könnten. Und gleichzeitig führt das Studieren dieses Kurses mit einem offenen Herzen genau zu diesen Erfahrungen — diese Wechselwirkung habe ich jedenfalls so erfahren. Ohne diese Erfahrungen des inneren Friedens, der Fülle, Sicherheit und der Freude ist dieser Kurs ein abstraktes Theoriebuch, welches nur wenig Sinn macht und früher oder später weggelegt wird.
Jenseits dieser Welt und meines Körpers gibt es etwas viel Größeres:
Noch bevor ich mich intensiv mit dem Kurs beschäftigte, machte ich tiefe «Lichterfahrungen». Das Studium des Kurses bestätigte mir diese Erfahrungen später und lieferte mir die Erklärungen dazu. Mir wurde schon in meiner Kindheit klar, dass es Etwas gibt, jenseits der gewohnten Wahrnehmung, was viel höher, machtvoller und grösser ist als das, was wir allgemein als Realität wahrnehmen — ich nenne es oft «das Licht», welches der «Quelle» entspringt.
Selbst der schönste Sonnenunter- oder Aufgang, den wir betrachten, ist nur ein Hauch von dieser Fülle, dieser Schönheit und Einheit, die in Wirklichkeit existiert und immer da ist. Es ist eine unbeschreibliche Erfahrung, wenn wir mit dieser Ganzheit in Verbindung kommen — oder besser gesagt —, wenn wir erfahren, wie es sich anfühlt, wenn alles, was diese Verbindung zu unterbrechen schien aufgehoben wird und wir urplötzlich in die Ganzheit der Unendlichkeit eintauchen.
Als Kind erfuhr ich dies oft draussen in der Natur, meist wenn ich in einer Astgabel in einem Baum sass und in die Ferne schaute. Plötzlich fiel dieser Schleier und mein ganzes Wesen wurde durchtränkt von Liebe, von Grenzenlosigkeit, Freude, Fülle und Ganzheit. Darin verweilte ich lange und des Öfteren.
Später fand ich den gleichen Zustand auf Reisen. Und noch später in der Meditation. Doch immer waren es zeitlich begrenzte Erfahrungen. Was aber hängen blieb von diesen Erfahrungen war die Sehnsucht danach, immer in dieser Liebe zu verweilen und eine Möglichkeit zu finden, alles aus dem Weg zu schaffen, was diesen Frieden verhindert.
Ich erkannte, dass dieses Dasein, mein Körper, meine Sorgen und meine Welt, in der ich lebe, nicht die Wahrheit sind, sondern dieses andere: Die Fülle, die Liebe, das alles durchdringende Glück, das nichts mit dieser Welt und mit meinem oder anderen Körpern zu tun hatte. Es war Grenzenlosigkeit durchtränkt von Liebe. Diese Erfahrung der Wahrheit, wo sämtliches Urteilen dahinschwindet und nur Verbundenheit mit allem und jedem ist, welche sich mir immer und immer wieder offenbarte — und immer noch offenbart — liess mich diesen Kurs in Wundern finden, welcher mir meine Erfahrung der Wahrheit erklärt und mich mehr und mehr darin unterstützt, diese Wahrheit zu lernen — und letztendlich auch zu lehren.
Der Universelle Lehrplan „Ein Kurs in Wundern" kann jeder Mensch für sich anwenden, unabhängig von seiner Herkunft, seinem Alter, seinem Geschlecht, seiner gesundheitlichen Verfassung, seiner momentanen Lebenssituation oder seinem Bildungsstand. Es reicht, sich davon angesprochen zu fühlen und es zu praktizieren. Die positiven Resultate zeigen sich automatisch nach einiger Zeit konsequenten Übens der täglichen Lektionen.
Der Kurs ist eine strikte, nonduale Lehre, deshalb ist er so klar und in sich schlüssig. Da hier eine total andere Sichtweise der Dinge durch die täglichen Lektionen geübt wird, weckt dies oft starken Widerstand in uns, da es der gelernten und mittlerweile gewohnten und allgemeinen Sicht widerspricht.
Den Kurs zu praktizieren erfordert Ehrlichkeit mit sich selbst — und das braucht Mut. Doch jeder, der sich mit Geduld auf diesen Weg einlässt, darf früher oder später feststellen, dass der Kurs hält, was er verspricht und dass demzufolge was da steht auch stimmt, selbst wenn es zu Beginn schwer verständlich zu sein scheint.
Versucht man die einfachen Anleitungen umzusetzen im täglichen Alltag — was manchmal schwierig erscheint —, wird man mit der Zeit automatisch ruhiger, friedlicher, gelassener und fröhlicher. Dies ist so, weil sich das Selbstbild verändert, denn die Trennung zur Lebendigkeit fällt immer mehr weg, und die Verbundenheit mit dem Leben wird wieder spürbar erfahrbar. Es ist eine Reise zurück zum Ursprung, zur Quelle, dahin, wo alles EINS ist, zur einen WAHREN IDENTITÄT.
„Nichts Wirkliches kann bedroht werden. Nichts Unwirkliches existiert. Hierin liegt der Frieden GOTTES."
Ein Kurs in Wundern verwendet zwar eine christliche Terminologie, doch die Bedeutung der Begriffe ist quasi das Gegenteil der christlichen Lehre. Die üblichen christlichen Begriffe haben in Ein Kurs in Wundern (hier als Kurs benannt) eine andere Bedeutung.
Der Kurs ist ein spiritueller und psychologischer Weg, kein religiöser. Er wird unter anderem als Universeller Lehrplan bezeichnet, einer unter tausenden. Und weil er universell ist, ist er religionslos.
Die offizielle Buchbeschreibung dieses spirituellen Werkes lautet wie folgt:
Ein Kurs in Wundern ist aufgrund seiner Synthese von zeitlosen geistigen Einsichten und wesentlichen psychologischen Erkenntnissen einzigartig unter den spirituellen Traditionen der Welt. Er zeigt uns einen Weg zu innerem Frieden, zu einem Dasein, das in der Welt, aber nicht von der Welt ist.
Der Kurs ist nicht als Grundlage für eine neue Religion, Bewegung oder Vereinigung gedacht. Vielmehr dient er unabhängig von äußeren Autoritäten dem Selbststudium. Er richtet sich an Menschen, die nach einer friedlicheren Betrachtungsweise für ihr Leben und ihren Alltag suchen.
Das Werk besteht aus dem Textbuch, dem Übungsbuch und dem Handbuch für Lehrer. Im Textbuch werden die Konzepte dargelegt, auf denen das Denksystem des Kurses gründet. Die darin enthaltenen Gedanken stellen die Grundlage für die 365 Lektionen des Übungsbuches dar, bei denen das Hauptgewicht auf der täglichen Erfahrung durch die Anwendung liegt. Das Handbuch für Lehrer gibt Antworten auf viele Fragen, die sich beim Studium ergeben. Wunder im Sinne des Kurses haben nichts mit unerklärlichen Phänomenen in der Außenwelt zu tun, sondern sind ausschließlich innere Veränderungen, die uns daran erinnern, dass es tief in uns verborgen eine Identität der Liebe gibt, die keinen Angriff, sondern nur Frieden kennt (Beschreibung des Herausgebers: Greuthof-Verlag).
Die Schreiberin des «Ein Kurs in Wundern» ist Helen Schucman, eine 1909 geborene Psychologin aus New York, die beschrieb, dass eine innere Stimme ihr den Kurs eingab. Sie betonte stets, dass es sich nicht um einen Channeling-Prozess handelte, da sie die ganze Zeit bei klarem Bewusstsein war. Die Stimme habe sich als Jesus zu erkennen gegeben, heißt es.
Lange Zeit war sie von einer Veröffentlichung nicht begeistert, da sie um ihren Ruf als ernstzunehmende Psychologieprofessorin gefürchtet hat. (Wikipedia)
Mehrere Hindernisse könnten uns vom Studieren des Kurses abhalten, einige davon möchte ich hier erläutern:
— Die religiösen christlichen Begriffe wie Gott, Sünde, Altar, Schuld, Sühne, Erlösung, Hölle, Himmel, Vergebung (um einige davon zu nennen) haben im Kurs eine komplett andere Bedeutung als in der Bibel. Dies kann für einen Christen, oder ehemaligen Christen, sehr verwirrend sein und Widerstand hervorrufen.
— Der Kurs ist in männlicher Form geschrieben, dies kann Frauen abstoßen. Wenn von GOTT die Rede ist, wird dies mit IHM und ER beschrieben (also keine Rede von Gott-Mutter oder anderen weiblichen Begriffen). Und wenn von den „Kindern GOTTES" die Rede ist, wird dies mit SOHNSCHAFT oder GOTTES SOHN benannt. Dies ist nicht aufgrund einer Frauenfeindlichkeit so, sondern macht den Kurs klarer und einfacher.
— Jesus hat den Kurs diktiert. Die Autorenschaft des Kurses zu akzeptieren oder anzuerkennen kann für manche religiöse Menschen eine riesige Herausforderung sein. Jesus, der Autor des Kurses, nimmt im Kurs auch Stellung zu seiner Kreuzigung und berichtigt die Fehlinterpretation der Christen, dass er am Kreuz gestorben sei, damit uns Gott unsere Sünden vergibt. Auch weitere biblische Fehlinterpretationen werden von Jesus geklärt. Hier ist die sanfte Korrektur davon von Jesus selbst. Das ist sein Geschenk an uns, damit wir nicht länger in der Dunkelheit nach dem Licht suchen.
— Die herkömmliche Idee von Gott als Höchste Instanz irgendwo da oben, außerhalb von uns — urteilend und strafend — wird im Kurs klar als Fehlwahrnehmung definiert, und die Anleitung, wie dieser Fehler korrigiert werden kann, wird immer wieder dargelegt und ist ein wichtiger Schritt zur Befreiung.
Und genau darum geht es im Kurs unter anderem, dass eine Trennung von Gott, von der Quelle, von der Ewigkeit gar nie geschehen konnte und auch nie geschehen ist. Die Welt und die sich darin bewegenden Individuen sind Traumgestalten in einem Traum. Es entspricht aber nicht der Wirklichkeit. Sobald wir aus diesem Traum erwachen, werden wir mit dem ewigen allumfänglichen Sein verschmelzen (Gott) und feststellen, dass nur dies wahr ist. Dies kann zu Lebzeiten geschehen, Jesus demonstrierte das vor über 2000 Jahren.
— Der Begriff „Ego" wird im Kurs sehr oft verwendet, und auch dies führt bei manchen Kursschülern zu Widerstand, weil der Begriff Ego in unserer Zeit auf so unzählige Art und Weise verwendet und definiert worden ist. Im Kurs wird aber ganz klar definiert, was das Ego ist, nämlich: dass es eine Illusion ist. Dass es der Grund für unsere verschleierte Sicht ist auf uns selbst, auf die anderen und auf die Welt. Dass der Glaube an das Ego die Wirklichkeit verdeckt und unsere Befreiung verhindert.
— Das Leiden aufgeben zu müssen kann ein Grund dazu sein den Kurs nicht anzuwenden oder ihn wegzulegen und anderswo weiterzusuchen, denn dies würde meine ganze Identität zerstören. Lieber sind wir mit Leidensgenossen zusammen welche uns die eigene, und allgemein anerkannte Illusion bestätigen.
Den Kurs zu praktizieren führt dazu, die Verantwortung für alles, was in meinem Leben geschieht zu übernehmen — also meinem Leiden, meinen Sorgen, meinem Schmerz, meinem Ärger, meiner Frustration, meinem Mangel und allem, was mir widerfährt — anstatt die Verantwortung dafür im Außen zu suchen, bei den anderen, in der Gesellschaft oder in der Welt. Das Praktizieren des Kurses führt dazu, anzuerkennen, dass mein Leiden selbstgewählt ist und dass ich es nicht mehr nähren will, indem ich den anderen meine leidvolle Geschichte erzähle, um von ihnen in meinem Leiden bestätigt zu werden.
— Die Kompromisslosigkeit des Kurses. Ein Kurs in Wundern ist ein in sich geschlossenes spirituelles Werk, welches keinen Platz für herkömmliche Ansichten zur Verfügung stellt. Er ist nicht dazu gedacht mit anderen, „auch guten", spirituellen Lehren oder Ansichten vermischt zu werden.
Ehrlich zu sein sich selbst gegenüber und den Willen aufzubringen die täglichen Lektionen zu praktizieren (selbst wenn viele davon zu Beginn sehr unverständlich sind und gegen unsere herkömmliche Sicht „verstoßen") sind eine sehr große Herausforderung.
— „Ich bin kein Körper, ich bin frei, denn ich bin nach wie vor so, wie GOTT mich schuf." ist eine Kernaussage des Kurses und gefällt dem Ego überhaupt nicht. Daran haben wir fast am meisten zu kauen, denn wir definieren uns doch über diesen Körper, über unser Wohlbefinden. Und gerade wenn der Körper schmerzt oder andere Probleme verursacht, wenn er uns quält oder wir uns elend fühlen, haben wir besonders Mühe, dies zu glauben. Doch wenn wir nicht dieser Körper sind, was sind wir dann? Und schon bricht das Kartenhaus in sich zusammen. Wir sind formloser Geist. Und darum ist alles, was ich sehe mit meinen Augen, nicht wahr. Dies kann nicht begriffen werden. Es wird über das Herz gefühlt. Der Kurs geht über Worte hinaus. Die Wahrheit kann nicht in Worte gefasst werden.
— Worte sind nur Symbole. Der Kurs sagt das von sich. Und dies ist besonders schwierig für den Geist, der sich mit dem Ego-Denksystem identifiziert hat, denn wir definieren uns über unsere Worte und Gedanken. Deshalb ist es ein Universeller Lehrplan, da die Wahrheit jenseits der Worte und Begriffe liegt. Beim Studieren und Praktizieren des Kurses steigt diese Wahrheit plötzlich in uns auf und breitet sich aus und erreicht unser ganzes Wesen und durchflutet uns mit Frieden, Freude, Sicherheit und der Gewissheit, dass alles gut ist.
— Die verschachtelten und manchmal langen Sätze können Widerstand hervorrufen. Doch ist dies extra so und gewollt, da es das schnelle Durchlesen erschwert und zum Nachdenken anregt. Um die Botschaft besser zu verstehen sind die Begriffe GOTT, HEILIGER GEIST, SOHN, SOHNSCHAFT und viele andere Begriffe im Kurs in GROSSBUCHSTABEN geschrieben. Dies erleichtert das Verständnis des Kurses enorm.
— Zuerst praktizieren und dann verstehen. Dies ist leider so. Wir Kopfmenschen möchten meistens zuerst verstehen bevor wir uns in eine Sache investieren. Zeit, Mühe und Geduld aufzubringen für etwas das zunächst völlig unverständlich erscheint und alles auf den Kopf stellt, braucht Durchhaltewillen. Deshalb hat das Übungsbuch 365 Lektionen und deshalb sagt uns Jesus, nie mehr als eine Lektion pro Tag zu praktizieren. Doch jede der 365 Lektionen ist in sich schlüssig und enthält die Weisheit des ganzen Kurses und würde genügen, um zu erwachen (was in spirituellen Kreisen meistens als Erleuchtung bekannt ist). Der Begriff Erwachen wird im Kurs sehr oft verwendet, weil er das Aufwachen aus dem Traum des Egos symbolisiert.
Wenn mich andere über Ein Kurs in Wundern (EKiW) ausfragen und ich dann mit meinen Worten vom Kurs spreche, tönt das manchmal in etwa so:
Ein Innerer Lehrer steht uns allen zur Verfügung. Das Göttliche in uns ist Realität. Der Zugang dazu ist verschüttet durch ein Denksystem, dem wir uns angeschlossen haben, im Kurs wird es als Ego-Denksystem bezeichnet.
Unser Geist ist wie ein Radiosender. Über unseren Geist empfangen wir entweder die Anweisungen des Ego-Denksystems oder des Inneren Lehrers. In EKiW wird dieser als Heiliger Geist bezeichnet, man könnte es aber auch als Höheres Selbst, als die innere Stimme der Wahrheit oder anderswie bezeichnen.
Dieser Innere Lehrer versteht unsere Verstrickungen mit dem Ego-Denksystem (also unserem Leiden, unseren Sorgen, unseren Ängsten und Konflikten) und dass wir uns fälschlicherweise damit identifiziert haben.
Doch obwohl unser Innerer Lehrer, der Heilige Geist, unsere Verhaftung mit dem Ego-Denksystem versteht, ist Er gleichzeitig in Kontakt zum Göttlichen in uns und öffnet uns in jeder auch nur erdenklichen Situation die Tür für diesen Weg: Den Weg zurück zum wahren Selbst, zur Quelle, nach Hause, ins Licht, zu Gott.
Diese Quelle liegt nicht irgendwo getrennt von uns im Aussen, sondern in unserem Inneren. Da herrscht Klarheit, Geborgenheit, Sicherheit, Ganzheit, Freiheit, Freude und Liebe.
Dass wir uns verirrt haben, ist für unseren Inneren Lehrer kein Problem, Er ist lösungsorientiert. Fehler sind nur dazu da, um von Ihm berichtigt zu werden. Wie das geht, das zeigt Er uns, wenn wir Ihn nur lassen.
Und hier ist die Eigenverantwortung: Will ich weiterhin ein Spielball des Lebens sein, hin und her geschleudert von einem Hoch ins nächste Tief und wieder zurück, oder will ich mich ausrichten darauf, herauszufinden was ich wirklich bin und was ich wirklich will?
Das Einzige, was es hierfür braucht, ist meine Entscheidung, mich der Führung des Inneren Lehrers anzuvertrauen und Ihm jede Situation, die mir irgendwie Mühe bereitet, zu geben, damit Er mir zeigen möge wie Er dies sieht und was zu tun ist. Wie das geht, lehrt EKiW.
Mein Geist ist nicht mein Gehirn. Mein Geist ist frei. Wenn ich meinen Körper, meine Gefühle und meine Gedanken beobachten kann, dann kann ich nicht mein Körper, meine Gefühle oder meine Gedanken sein — was bin ich dann?
Der Kurs gibt Antwort darauf: Ich bin Geist. Worauf richte ich meinen Geist aus? Und hier liegt der springende Punkt.
Ich kann nicht wählen welche Gedanken ich denken möchte, sie kommen mir scheinbar einfach so, oder nicht? Aber ich kann wählen, wer mir die Gedanken gibt.
Wähle ich gar nicht, so kommen die Gedanken, die Gefühle und das körperliche Befinden automatisch vom Ego-Denksystem. Denn dieses ist kollektiv von der Menschheit als Normalzustand angenommen worden und hat scheinbar eine grosse Macht auf uns.
Dennoch liegt das Problem nicht im Aussen. Keine äussere Macht gibt mir negative Gedanken, negative Gefühle und negative Erfahrungen oder körperliche Beschwerden. Meine falsche Wahl gab dieser scheinbaren Macht die Einwilligung dazu. Und darum braucht es die Erinnerung an unser wahres Selbst, an unsere wahre Natur, an unsere Quelle.
Doch niemand zieht sich selbst an den eigenen Haaren aus dem Sumpf. Die meisten Menschen haben zudem keine Lust zu bemerken, dass sie sich in einem Sumpf befinden, warum also sollten sie daraus herauskommen wollen?
«Schliesslich geht es ja alles in allem gar nicht so schlecht, oder?» sagen sich die meisten und versuchen positiv zu denken oder Gut-Menschen zu sein. Sie versuchen im Äusseren Veränderung zu bewirken, in der Hoffnung dadurch endlich glücklich zu werden, und behalten gleichzeitig in sich das Rechthaben-Wollen und die Schuldzuweisungen gegenüber anderen.
Ich muss zuerst bemerken, wovon ich mich lösen oder befreien möchte, bevor ich irgendetwas abgeben oder loslassen kann, denn solange ich mich darin wohl fühle und es schönrede, solange besteht kein Bedarf dazu!
Viele Menschen kommen aber irgendwann an den Punkt, wo sie realisieren, dass sie sich im Sumpf befinden und versuchen dann irgendwie selbst da herauszukommen.
Unwohl sein, ärgerlich sein, voller Sorgen sein, sich nicht verstanden fühlen, eine böse Vorahnung haben, anderen etwas nachtragen, krank werden. Sich betäuben müssen mit Arbeit, Drogen, Alkohol, Fernsehen, Sport, Sex, Unterhaltung und Informationen.
Sich verzetteln, sich verlieren, resigniert sein, deprimiert sein, sich nach etwas Besserem sehnen, sich wünschen, dass dies alles endlich aufhört. Die Suche nach mehr Geld, nach Anerkennung, nach Liebe, nach Dominanz, nach Geborgenheit, nach Akzeptanz.
Rechthabenwollen oder ein schlechtbehandeltes Opfer sein wollen. Die anderen anklagen dafür, dass sie sich falsch verhalten, dass sie tun, was sie nicht tun sollten oder nicht tun, was sie tun sollten.
Dies sind einige Beispiele wie sich der «Sumpf» zeigen kann, viele weitere könnten angefügt werden.
«Aber ich bin doch ein guter Mensch und setze mich für die Umwelt ein, für die Menschenrechte oder die Randständigen» könnte ich ausrufen… oder: «Ich bin doch so spirituell, bin so ein guter Christ oder sonst so ein gläubiger Mensch, der doch alles tut, was da steht, um mich zum Guten zu verändern» könnte ich behaupten.
«Gebe ich nicht alles? Ich arbeite streng, setze mich für die Benachteiligten, die Umwelt, meine Familie oder die misshandelten Tiere ein. Ich verzichte, verhandle, ich mache Kompromisse — ich tu doch nur mein Bestes!»
Und wozu? Ich versuche doch nur, wenn ich ehrlich bin, in meinem Leben alles möglichst gut zu machen um von den anderen geschätzt und geliebt oder wenigstens akzeptiert zu werden, oder um Besonders zu sein und gesehen zu werden.
Und dennoch merke ich, dass ich mich im Sumpf befinde und versuche mich selbst daraus zu befreien. Meine Devise ist: «Wenn ich mich nur genügend anstrenge, wenn ich kämpfe, wenn ich nur die richtigen Menschen finde, die mich dabei unterstützen oder wenn ich geduldig warte, wenn ich das richtige Hilfsmittel oder die richtigen Informationen finde, wenn ich genügend Geld habe oder den richtigen Job, wenn ich lieb und hilfsbereit bin, wenn ich alles auf die Reihe kriege, wenn ich endlich kapiere, wie das Leben funktioniert, dann kann ich glücklich werden, gesund werden, geliebt werden...» dies rede ich mir selbst ein… doch dies funktioniert nicht.
Der Innere Lehrer sieht den Sumpf, in welchem ich mich zu befinden scheine, sieht aber gleichzeitig meine wahre Natur, mein wahres strahlendes Selbst. Er streckt mir die Hand zu, um mich herauszuziehen. Das ist eine der Botschaften von EKiW. Ich kann seine Hand ergreifen.
Ich kann mich an den Heiligen Geist, meinen inneren Lehrer, mein höheres Selbst wenden, welches den Kontakt zu meinem Ursprung, der Quelle allen Lebens, nie verloren hat.
Und diese Entscheidung führt dann zu Veränderungen in meinem Leben. Es führt aus Schuldgefühl, Scham, Anklage, Hoffnungslosigkeit, Ohnmacht, Verzweiflung, Sinnlosigkeit, Ärger, Angst und Sorgen hin zu innerem Frieden, innerer Gewissheit, innerer Gelassenheit, innerer Stille, innerer Sicherheit, spürbarer Geborgenheit und Freude.
Ein anderer Aspekt des Kurses ist, und wird immer wieder wiederholt: «Ich bin kein Körper, ich bin frei. Ich bin nach wie vor so, wie GOTT mich schuf». Dies weist auf die Unsterblichkeit des Reinen Geistes hin, der ich bin. Man könnte Reinen Geist auch mit Seele übersetzen.
Jesus berichtigt im Kurs die Botschaft der Kreuzigung wie folgt: Nicht der Leidensweg und die Kreuzigung sind die Hauptbotschaft und schon gar nicht, dass Gott seinen einzigen Sohn geopfert haben soll, damit meine und deine Sünden vergeben werden. Gott kann nicht vergeben, weil Gott nie verurteilte — das ist die Berichtigung Jesu im Kurs in Wundern entgegen der Fehlinterpretation des christlichen Glaubens. Nur wir Menschen sollen uns gegenseitig vergeben, und zwar indem wir anerkennen, dass es keine Schuld gibt und dass das, was Wirklich ist, gar nicht berührt wurde vom «Vergehen» des anderen.
Die Hauptbotschaft der Kreuzigung ist die Auferstehung: weil uns Jesus bewies, dass nichts Wirkliches bedroht werden kann und nichts Unwirkliches existiert, da er ja weitergelebt hat und weiterlebt, selbst nachdem sein Körper am Kreuz starb. Er aber kam zurück, um zu zeigen, dass dieser Körper unwirklich ist und dass er, sowie alle andern Lebewesen, Reiner Geist sind. Und Jesus lebt nach wie vor, als der erwachte Christus, der wir ebenso sind wie Er, wenn wir zu unserer wahren Identität erwachen.
Das, was ewig ist kann nicht sterben, weil es schon seit immer und bis in alle Ewigkeit mit der Quelle, mit dem Licht, eins ist. Und dies ist meine wahre Natur.
Und hier kommt ein wichtiger Punkt. Wenn dies meine wahre Natur ist, dann ist es auch deine wahre Natur, und natürlich auch die wahre Natur meines Nachbarn den ich gar nicht mag, oder vom Politiker, den ich verurteile für sein Handeln.
Doch wenn ich mich mit diesem Körper identifiziere, das heisst, auch mit meinen Gedanken und Ansichten oder dem, was ich besitze, inklusive meiner Gesundheit, dann verwechsle ich mich mit meiner Wirklichkeit, dem Wahren Selbst das ich bin. Und natürlich verwechsle ich auch dich und den Nachbarn und den Politiker und auch meine Frau und meine Kinder und meine Eltern mit dieser falschen Identität. Denn so wie ich mich sehe, so schaue ich auf die anderen. Sie spiegeln mir nur das wider, was scheinbar in mir liegt.
Jesus lehrt uns im Kurs: Das bist du nicht! Weder dieser Körper noch diese Krankheit und auch nicht diese Gefühle von Niedergeschlagenheit, Resignation, Angst, Sorge oder Missgunst. Du bist auch nicht das Hochgefühl, welches du empfindest, wenn dir etwas besonders gut gelingt. Du bist auch nicht diese wilden Gedanken die kreisen und drehen, anklagen oder verherrlichen. Du bist nicht dieses Ego-Denksystem welches ständig nach Anerkennung und Zugehörigkeit heischt oder im Kampf und in Konkurrenz mit anderen steht. Du bist ewige, bedingungslose Liebe.
So lehrt uns der Kurs, dass wir uns selbst anders sehen können, mit den Augen Gottes, so wie wir nach wie vor für Gott sind, nämlich: Rein, grenzenlos, voller Frieden und Glück, und vor allem schuldlos. Denn Schuld ist der Hauptantrieb des Ego-Denksystems. Schuld macht, dass ich andere als getrennt von mir sehe und vor allem, dass ich mich getrennt von Gott sehe.
Und Gott ist immer noch die Instanz ausserhalb von mir, die mich dafür bestraft, dass ich nicht ganz unschuldig bin — dies ist die falsche Information die tief in uns verankert ist, ob wir nun religiös sind oder nicht, denn es ist ein kollektiver Glaube. Doch Jesus lehrt uns im Kurs, dass dies die grosse Täuschung ist, dass wir aus Sicht Gottes nie schuldig wurden, gar nie schuldig sein könnten, da wir Eins mit Ihm sind — sonst wäre Gott ja auch schuldig.
Und hier wird es noch unglaublicher, denn Jesus lehrt uns durch den Kurs, dass wir verrückt sind, weil unsere Sicht der Dinge verrückt ist, oder anders gesagt: auf dem Kopf steht. Dass wir es sind die diese Welt erschaffen haben — nicht Gott — und zwar, um uns vor Ihm zu verstecken. Das ist wohl einer der schwervertraulichsten Knochen, den uns der Kurs zum Kauen gibt. Aber ja, es ist so.
Denn es gibt zwei Ebenen: die Ebene des Manifesten, also alles, was entstehen und wieder vergehen kann, und die Ebene des Ewigen. Man darf die Ebenen nicht verwechseln!
Und deshalb kann Gott auch nicht unsere Probleme lösen, unsere Umweltfragen, unsere Krankheiten, unsere Konflikte, weil Er sie nicht gemacht hat. Für Gott existieren sie nicht einmal. Auf den ersten Seiten des Kurses wird der gesamte Kurs mit den bereits erwähnten drei Sätzen zusammengefasst:
«Nichts Wirkliches kann bedroht werden, nichts Unwirkliches existiert. Hierin liegt der Frieden Gottes.»
Der Trennungsgedanke, diese kleine Idee: «Wie wäre es, von der Quelle, von Gott, getrennt zu sein?» nahm eine Mikrosekunde Form an und verblasste auch schon wieder in der Ewigkeit. Es war nur ein Gedanke, nicht mehr. Doch hatte der kollektive Geist die Idee ergriffen und festgehalten und versucht den Traum wahrzumachen. In dieser Mikrosekunde, die eigentlich nur ein Gedanke war, mehr ein Witz als ernst gemeint, halten wir uns auf. Milliarden von Menschen und dies seit abertausenden von Jahren.
Diese Welt, dieser Körper, diese unsere Realität, ist das, was laut dem Kurs das Unwirkliche ist. Das WIRKLICHE ist die Ewigkeit, die Quelle, der grenzenlose Frieden der Einheit, das Eins-sein-in-Gott.
Um aus dieser Zeitschleife herauszukommen, schickte uns Gott unseren Inneren Führer, den Heiligen Geist wie er im Kurs genannt wird. Ihm zu folgen führt in diese veränderte, neue Sicht. Darum wird unser Dasein auf dieser Welt im Kurs von Jesus immer wieder als Traum bezeichnet, aus welchem wir aufwachen müssen. Und um dies zu ermöglichen, gab uns Gott seine Stimme, den Heiligen Geist, der in jedem von uns noch irgendwo angesiedelt ist, selbst wenn Er scheinbar von tausend anderen Stimmen zugeschüttet zu sein scheint. Auf mein Horchen und Fragen hin, wird Er sich zeigen.
Mich der Führung des Heiligen Geistes zu unterstellen ist eine Entscheidung. Dies zu praktizieren führt zu der Veränderung meiner Sicht.
Ein Hauptthema während des ganzen Kurses ist die Vergebung. Sie ist eine Entscheidung, die wir täglich treffen, nämlich: Uns selbst zu vergeben für unsere Fehlsicht auf die anderen, auf die Dinge, Situationen und die Welt, die wir wahrnehmen. Vergebung ist auch die Wahl, keine Angriffsgedanken mehr zu nähren, sondern die «anderen» so sehen zu wollen, wie sie in Wirklichkeit sind. Doch sind wir dabei nicht allein. Jederzeit kann ich meine Angriffsgedanken meinem Inneren Lehrer übergeben, indem ich Ihn bitte: «Nimm du diesen Angriffsgedanken und zeig mir Deine Sicht anstelle der, welche ich gemacht habe» oder: «Nimm du meine Wahrnehmung von dem oder diesem… ich will sie nicht mehr haben, und lass es mich mit Deinen Augen sehen».
Diese täglich neu getroffene Entscheidung verändert meine Gedanken, meine Gefühle und mein körperliches Befinden. Es ist eine Geistesschulung. Die Ausrichtung meines Geistes schafft die Veränderung zuerst in mir, dann in meiner Sicht auf die Welt und schlussendlich verändert es die Welt und liefert den Beweis für meine veränderte, geheilte Wahrnehmung. Diese Geistesschulung wird in den 365 täglichen Lektionen in EKiW angeleitet.
Das Buch «Ein Kurs in Wundern» besteht aus einem Textbuch, in welchem die andere Art zu sehen erklärt wird, einem Übungsbuch wo zur praktischen Anwendung angeleitet wird und einem Handbuch für Lehrer. Wenn die Lektionen praktiziert werden, lichten sich allmählich die Schleier der Dunkelheit und Licht und Klarheit kommt in unser Leben.
Die Veränderung geschieht im Inneren und führt allmählich zu den Veränderungen im Äusseren. Das Studieren des Kurses hat meine Sicht bereits verändert und verändert sie immer weiter — für mich zum Guten. Ich unterstütze Menschen dabei, dieser inneren Arbeit und dieser Geistesschulung zu folgen.
Wer gerne mehr erfahren möchte über EKiW findet hier Informationen zur Onlineversion des Kurses:
Oder in Buchform (Das dicke blaue Buch):
https://www.greuthof.de/gesamtverzeichnis.php#ekiw
Oder den täglichen Podcasts zur jeweiligen Tageslektion in Deutsch auf YouTube von Gottfried Sumser:
https://www.youtube.com/c/GottfriedSumser
Oder den täglichen Podcasts zur jeweiligen Tageslektion in Deutsch auf YouTube von Silke:
Preise
Sitzungen für Innere Arbeit und Selbstergründung werden nicht von der Krankenkasse übernommen und müssen selbst, bar, nach der Sitzung bezahlt werden.
Falls wir uns noch nicht kennen und das Problem noch nicht geschildert wurde, wird vor der ersten Sitzung während einem kurzen Telefongespräch das Thema angeschnitten und das Ziel der Inneren Arbeit vereinbart.
Die erste Sitzung dauert zwischen 1½ und 2½ Stunden und kostet Fr. 210.–.
Die Folgesitzungen (wenn nötig) dauern Minimum eine Stunde, in der Regel jedoch 1¼ h oder 1½ h (aber wenn nötig auch länger) und werden pro Viertelstunde abgerechnet:
| 1 h Fr. 120.– |
1 ¼ h Fr. 150.– |
1 ½ h Fr. 180.– |
1 ¾ h Fr. 210.– |
2 h Fr. 240.– |
Falls du deinen Termin nicht wahrnehmen kannst, dann gib mir bitte spätestens 24 Stunden vorher Bescheid, per Telefon, WhatsApp oder SMS. Bei nicht erfolgter Absage wird der Grundtarif verrechnet (Fr. 120.–).